SoftBank Group steht unter Druck. Die Ratingagentur S&P Global hat den Ausblick für den japanischen Technologiekonzern von stabil auf negativ gesenkt – Grund ist die massive Aufstockung des Investments in OpenAI. Gleichzeitig weiteten sich die Credit Default Swaps des Unternehmens auf den höchsten Stand seit elf Monaten aus.

S&P warnt vor OpenAI-Risiken

S&P Global begründet die Herabstufung mit der geplanten Zusatzinvestition von 30 Milliarden Dollar in OpenAI. Die Agentur befürchtet eine Verschlechterung der Liquidität und Qualität von SoftBanks Vermögenswerten. Das bestehende Rating von BB+ wurde zwar bestätigt, doch S&P macht deutlich: Die Investitionen in künstliche Intelligenz konzentrieren sich größtenteils auf Start-ups im Frühstadium und private Unternehmen mit erheblichen Innovationsrisiken und hartem Wettbewerb.

OpenAI selbst stuft S&P als Investment mit "schwächster Kreditqualität" ein. Die zusätzlichen 30 Milliarden Dollar werden in drei Tranchen à 10 Milliarden über das laufende Jahr verteilt. Damit steigt SoftBanks Anteil an OpenAI von rund 11 Prozent im Dezember auf 13 Prozent.

Der Anteil nicht börsennotierter Aktien am Gesamtportfolio dürfte auf über 50 Prozent klettern – im Dezember lag er noch bei geschätzten 42 Prozent. Nach Abschluss der Investition wird SoftBanks Portfolio voraussichtlich 320 Milliarden Dollar überschreiten.

Kreditmarkt reagiert nervös

Die Reaktion am Kreditmarkt fiel deutlich aus. SoftBanks fünfjährige Credit Default Swaps weiteten sich auf rund 355 Basispunkte – der höchste Wert seit April 2025 und der weiteste Spread unter allen japanischen Unternehmen. Zum Vergleich: Nissan Motor liegt etwa 100 Basispunkte darunter.

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Bloomberg-Intelligence-Analystin Sharon Chen warnt in einer Notiz vom 5. März, dass die Loan-to-Value-Ratio auf etwa 27 Prozent steigen könnte. Damit würde SoftBank die selbst gesetzte Schwelle von 25 Prozent überschreiten. Diese Kennzahl nutzt der Konzern seit Jahren, um seine Schuldentragfähigkeit zu demonstrieren.

S&P schließt eine Herabstufung des BB+-Ratings nicht aus, sollten sich bestimmte Risikoszenarien in den kommenden sechs bis zwölf Monaten konkretisieren.

PayPay-Börsengang als Hoffnungsträger

Parallel zur Kritikwelle treibt SoftBank die Monetarisierung von Vermögenswerten voran. Das Zahlungsunternehmen PayPay plant einen Börsengang in den USA mit einem angestrebten Volumen von bis zu 1,1 Milliarden Dollar – der größte US-IPO eines japanischen Unternehmens überhaupt. Die Preisfestsetzung ist für den 11. März vorgesehen.

S&P signalisiert Bereitschaft zur Verbesserung des Ausblicks, sofern sich die Portfolio-Liquidität durch Börsengänge wie den von OpenAI erhöht und SoftBank gleichzeitig die Qualität des Portfolios aufrechterhält sowie die LTV-Ratio durch Vermögensverkäufe verbessert.

Allerdings bleibt der Zeitpunkt eines OpenAI-Börsengangs ungewiss. Chen von Bloomberg Intelligence weist darauf hin, dass geopolitische Risiken und Bewertungsdruck im Technologiesektor zu Verzögerungen führen könnten.

Die Gratwanderung des Masayoshi Son

SoftBank-Gründer Masayoshi Son hat bereits im vergangenen Jahr Beteiligungen an T-Mobile US und Nvidia veräußert, um seine KI-Wetten zu finanzieren. Die Strategie der Vermögensrotation steht nun im Zentrum des Finanzmanagements – unter verschärfter Beobachtung der Kreditmärkte.

Die kommenden Monate werden zeigen, ob SoftBank die Balance zwischen seinem aggressiven KI-Engagement und der finanziellen Disziplin halten kann. Der PayPay-Börsengang liefert den ersten konkreten Test.

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