SoftBank Aktie: Geschäftsprognosen ausgewertet
Nach dem deutlichen Abverkauf der ADRs an der Wall Street zeigten sich Anleger in Tokio am Freitag wieder zuversichtlicher. Im Zentrum der Volatilität steht die Tochter Arm Holdings, deren jüngste Quartalszahlen ein gemischtes Bild zeichneten. Während der Umsatzrekorde feiert, sorgt die Herkunft der Einnahmen für Diskussionen über die Nachhaltigkeit des Wachstums.
Die Aktie der SoftBank Group kletterte im heutigen japanischen Handel um 2,2 Prozent und machte damit einen Teil der Verluste der Woche wett. Dieser Anstieg steht im Kontrast zur Reaktion in den USA, wo die SoftBank-ADRs am Donnerstag noch rund 7 Prozent eingebüßt hatten.
Auslöser für die Nervosität waren die Zahlen der britischen Chip-Tochter Arm Holdings, an der SoftBank etwa 90 Prozent hält. Zwar meldete Arm einen Umsatzsprung von 26 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar, doch die Zusammensetzung der Erlöse sorgte für Irritationen. Das Geschäft mit laufenden Lizenzgebühren (Royalties) überzeugte mit einem Plus von 27 Prozent auf 737 Millionen Dollar, getrieben durch die starke Verbreitung der Armv9-Architektur.
Interne Transaktionen im Fokus
Weniger erfreulich verlief jedoch das Geschäft mit neuen Lizenzen. Hier wurden Erlöse von 505 Millionen Dollar erzielt, was die Erwartungen der Analysten von rund 520 Millionen Dollar verfehlte.
Besonders kritisch bewerten Marktbeobachter eine spezifische Buchung: Rund 200 Millionen Dollar dieser Lizenzeinnahmen stammten aus einer strategischen Partnerschaft mit der Muttergesellschaft SoftBank selbst. Diese interne Umsatzgenerierung wirft Fragen zur organischen Wachstumsstärke des Chip-Designers auf und erklärt die zunächst skeptische Haltung westlicher Investoren.
Blick auf den Mutterkonzern
Der Fokus verlagert sich nun direkt auf die SoftBank Group. Der Konzern wird am 12. Februar seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vorlegen. Investoren werden hierbei vor allem drei Aspekte genau prüfen:
- Net Asset Value (NAV): Wie haben sich Währungsschwankungen und Tech-Bewertungen auf den inneren Wert der Beteiligungen ausgewirkt?
- KI-Strategie: Werden die Berichte über geplante Großinvestitionen in KI-Schwergewichte wie OpenAI offiziell bestätigt?
- Vision Fund: Konnte das Portfolio im aktuellen Zinsumfeld Gewinne realisieren?
Unterstützung erhielt die Aktie am Freitag auch vom breiteren Markt. Der Nikkei 225 legte im Vorfeld der Parlamentswahl am Sonntag um 0,8 Prozent zu. Dass auch andere Technologiewerte wie Tokyo Electron anzogen, deutet darauf hin, dass lokale Anleger den vorherigen Abverkauf als überzogen bewerteten.
Die heutige Erholung verschafft SoftBank eine Atempause, doch die eigentliche Bewertung der aktuellen Lage erfolgt am 12. Februar. Erst die detaillierten Einblicke in das Portfolio und die Pläne des Managements werden zeigen, ob die interne Umsatzverschiebung bei Arm ein Einzelfall war oder Teil einer größeren Strategie ist.
SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 06. Februar liefert die Antwort:
Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 06. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








