Barrick Gold plant einen großen Börsengang seiner Nordamerika-Sparte, doch der wichtigste Partner stellt sich quer. Die Newmont Corporation, die an den entscheidenden Minen in Nevada beteiligt ist, kritisiert die sinkende operative Leistung der letzten Jahre scharf. Statt den Weg für ein Listing freizumachen, fordert der Konkurrent nun erst Verbesserungen im laufenden Betrieb.

Partner Newmont macht Druck

Im Zentrum des Konflikts steht das Joint Venture "Nevada Gold Mines", das als Herzstück im Portfolio von Barrick gilt. Newmont hat öffentlich Bedenken über eine "Verschlechterung der Leistung und des Vermögenswerts" in den vergangenen sechs Jahren geäußert. Der in Denver ansässige Minenriese drängt Barrick dazu, diese operative Underperformance anzugehen, bevor der geplante Börsengang (IPO) weiterverfolgt wird.

Newmont kündigte an, entsprechende Schritte einzuleiten, um den Abwärtstrend umzukehren und sicherzustellen, dass die Assets ihren eigentlichen Wert generieren. Diese öffentliche Rüge wiegt schwer, da das Gemeinschaftsunternehmen vertraglich so strukturiert ist, dass Newmont trotz Minderheitsbeteiligung Mitspracherechte bei strukturellen Veränderungen besitzt.

Die Hintergründe der Blockade

Das Joint Venture wurde 2019 gegründet, nachdem Barrick eine feindliche Übernahme von Newmont abgeblasen hatte. Die Machtverhältnisse sind klar geregelt:
* Barrick: Hält 61,5 Prozent und führt das operative Tagesgeschäft.
* Newmont: Hält 38,5 Prozent und überwacht strategische Entscheidungen.

Branchenkreisen zufolge pocht Newmont darauf, dass jede Transaktion unter die Schutzbestimmungen des Joint-Venture-Vertrags fällt. Eine Abspaltung oder ein Börsengang ohne die explizite Zustimmung des Partners dürfte damit kaum realisierbar sein.

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Sinkende Produktion belastet Bewertung

Für Barrick steht viel auf dem Spiel. Das Unternehmen hatte am 5. Februar 2026 Pläne verkündet, 10 bis 15 Prozent seiner nordamerikanischen Gold-Assets noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen. Analysten von RBC Capital Markets schätzen, dass allein das Nevada-Geschäft rund 60 Prozent des gesamten Marktwerts von Barrick ausmacht.

Die Kritik von Newmont trifft jedoch einen wunden Punkt: Barrick verzeichnete sechs Jahre in Folge rückläufige Goldproduktionszahlen. Im Jahr 2025 fiel das Volumen auf den tiefsten Stand seit mindestens 25 Jahren, und auch für 2026 wird ein weiterer Rückgang prognostiziert. Diese operative Schwäche spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der auf Sicht von 30 Tagen fast 10 Prozent nachgegeben hat und aktuell bei rund 38,65 Euro notiert.

Analysten wie Matthew Murphy von BMO Capital Markets merken an, dass beide Unternehmen mehr Wert schaffen könnten, wenn sie sich auf die operative Verbesserung konzentrieren würden, anstatt einen Börsengang zu forcieren.

Unsicherheit für die Strategie

Die Spannungen bringen erhebliche Unsicherheit in Barricks Restrukturierungspläne. Ziel der Abspaltung war es ursprünglich, die stabilen nordamerikanischen Minen von risikoreicheren Projekten in Afrika und Pakistan zu trennen, um so eine höhere Bewertung am Markt zu erzielen. Ob der Zeitplan für den IPO Ende 2026 gehalten werden kann, hängt nun maßgeblich davon ab, ob Barrick die Forderungen von Newmont kurzfristig erfüllen kann.

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