Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat in den USA einen strategisch wichtigen Meilenstein erreicht: Die Gesundheitsbehörde FDA erlaubt den Einsatz der Varian-Strahlentherapie nun auch abseits der klassischen Krebsbehandlung. Obwohl sich damit ein gewaltiger neuer Patientenmarkt öffnet, quittiert die Börse die operative Entwicklung bisher mit eiskalter Ignoranz.

Strahlentherapie gegen Gelenkverschleiß

Konkret erteilte die FDA am Freitag die 510(k)-Zulassung für Linearbeschleuniger-Plattformen wie TrueBeam, VitalBeam und Edge zur Behandlung von schwerer Osteoarthritis. Bislang kamen diese High-End-Geräte primär bei der präzisen Tumorbekämpfung zum Einsatz. Nun dürfen sie in den USA auch bei erwachsenen Patienten angewendet werden, bei denen Standardmaßnahmen gegen den chronischen Gelenkverschleiß keine Linderung mehr bringen. Die niedrigdosierte Strahlentherapie soll Entzündungsprozesse modulieren und Schmerzen lindern – positioniert als ambulante, nicht-invasive Alternative zu bisherigen Eingriffen.

Für Krankenhäuser und spezialisierte Therapiezentren ist diese Indikationserweiterung wirtschaftlich hochattraktiv. Sie können ihre vorhandenen Varian-Systeme künftig für eine deutlich breitere Patientengruppe nutzen und so die Auslastung der kostenintensiven Hardware spürbar optimieren. Allein in den Vereinigten Staaten leiden mehr als 33 Millionen Erwachsene an Osteoarthritis, was das potenzielle Einsatzspektrum der Geräte massiv vergrößert.

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Diskrepanz zwischen Klinik und Börse

An der Börse verfehlt diese strategische Erschließung neuer therapeutischer Massenmärkte aktuell ihre Wirkung. Die Aktie rutschte am Freitag um weitere 2,28 Prozent ab und markierte bei 36,37 Euro exakt ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust des Papiers damit bereits auf über 18 Prozent, was die anhaltende Skepsis der Investoren unterstreicht.

Neben der Strahlentherapie treibt der Konzern auch die Bildgebung mit neuen KI-gestützten Planungssoftwares für Leberkrebs sowie kosteneffizienten Upgrades für Angiographie-Systeme voran. Um den hartnäckigen Abwärtstrend an der Börse zu durchbrechen, muss das Management nun beweisen, dass die US-Kliniken den neuen Therapieansatz für Gelenkerkrankungen zügig adaptieren. Sobald sich die erweiterte FDA-Zulassung in steigenden Auslastungsraten und konkreten Neuaufträgen für die Varian-Sparte niederschlägt, liefert das Unternehmen handfeste Argumente für eine fundamentale Neubewertung der Aktie.

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