Barrick Mining plant mit der Abspaltung seines Nordamerika-Geschäfts den größten strategischen Umbau der letzten Jahre. Ausgerechnet Joint-Venture-Partner Newmont droht nun, das Milliardenprojekt juristisch zu blockieren. Gleichzeitig belasten stark fallende Edelmetallpreise und eine wiederaufgelebte Sammelklage die Stimmung der Investoren.

Blockade durch den Partner

Im Zentrum der Unternehmensstrategie steht ein 42 Milliarden US-Dollar schwerer Plan. Barrick will seine nordamerikanischen Goldanlagen in eine neue, börsennotierte Gesellschaft ausgliedern. Das verbleibende Unternehmen soll sich danach verstärkt auf die internationale Kupferexpansion konzentrieren.

Genau hier stellt sich der Partner Newmont quer. Das Unternehmen hat Barrick eine offizielle Verzugsmeldung für das gemeinsame Joint Venture in Nevada geschickt. Der Vorwurf lautet auf "Ressourcenpiraterie". Barrick soll Personal und schweres Gerät aus dem Gemeinschaftsprojekt abgezogen haben, um das zu 100 Prozent eigene, benachbarte Fourmile-Projekt schneller voranzutreiben.

Zusätzlich wertet Newmont den geplanten Börsengang als "Kontrollwechsel". Das Unternehmen macht sein Vorkaufsrecht geltend und verweigert die Zustimmung. Da die Anlagen in Nevada das Kernstück der neuen Gesellschaft bilden, würde ein Veto von Newmont den gesamten Spinoff wertlos machen. Barrick hat gemäß den Verträgen nun 30 Tage Zeit, den Streit beizulegen, bevor der Fall vor einem Gericht in Nevada landet.

Preisdruck und juristische Altlasten

Abseits der strategischen Konflikte leidet das Papier unter dem aktuellen makroökonomischen Umfeld. Ein erstarkender US-Dollar drückt die Edelmetallpreise nach unten. Silber verlor seit Anfang März rund 20 Prozent an Wert, Gold gab um über 11 Prozent nach. Da Barrick beide Metalle fördert, zogen die sinkenden Notierungen den Kurs mit in die Tiefe. Der Titel verlor auf Wochensicht 13,37 Prozent und schloss am Freitag bei 32,15 Euro.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Barrick Mining?

Zusätzliche juristische Unsicherheit schafft eine Entscheidung des Ontario Superior Court vom 4. März. Das Gericht ließ eine alte Sammelklage von Investoren wegen angeblicher Falschaussagen zum Pascua-Lama-Projekt in den Anden zu. Dabei geht es um Umweltgenehmigungen und Kostenschätzungen aus der Vergangenheit, die nun zu teuren Nachwehen führen könnten.

Rekordzahlen federn den Schlag ab

Operativ kämpft der Konzern mit steigenden Ausgaben. Die wichtigen All-in-Sustaining-Costs (AISC) kletterten im vierten Quartal im Jahresvergleich um neun Prozent auf 1.581 US-Dollar pro Unze. Gleichzeitig sank die Goldproduktion um 19 Prozent, was teilweise auf die Aussetzung des Betriebs in der Loulo-Gounkoto-Mine zurückzuführen ist.

Trotz dieser Belastungen lieferte Barrick im Schlussquartal 2025 fundamentale Stärke. Das Unternehmen verzeichnete Rekordwerte beim Mittelzufluss und verdoppelte die Ausschüttung an die Aktionäre. Die finanziellen Eckdaten des vierten Quartals:

  • Operativer Cashflow: 2,73 Milliarden US-Dollar
  • Freier Cashflow: 1,62 Milliarden US-Dollar
  • Bereinigter Nettogewinn: 1,04 US-Dollar pro Aktie
  • Neue Quartalsdividende: 0,42 US-Dollar pro Aktie

Die Umsetzung der Abspaltung hängt nun maßgeblich von einer schnellen Einigung mit Newmont ab. Reicht Barrick das offizielle Registrierungsformular (Form S-1) für die neue Gesellschaft nicht bis zum Ende des dritten Quartals ein, verschiebt sich der Börsengang unweigerlich auf das Jahr 2027.

Anzeige

Barrick Mining-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Barrick Mining-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:

Die neusten Barrick Mining-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Barrick Mining-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Barrick Mining: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...