Vor den anstehenden Quartalszahlen scheiden sich am Markt die Geister. Während einige Experten das Aufwärtspotenzial des Energietechnikkonzerns für weitgehend ausgereizt halten, prescht eine US-Großbank mit einer ausgesprochen optimistischen Prognose vor. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht dabei einmal mehr das Sorgenkind der Vergangenheit: die Windkrafttochter Siemens Gamesa.

Kursziel 200 Euro gegen den Markttrend

Die US-Investmentbank JPMorgan positioniert sich im Vorfeld der nächsten Bilanzvorlage deutlich über dem Konsens. Nach einem Analystengespräch bekräftigte Phil Buller die Einstufung auf „Overweight“ und rief ein Kursziel von 200 Euro auf. Er geht von einem starken operativen Abschneiden aus, dessen mittelfristige Attraktivität auch von geopolitischen Unsicherheiten wie dem Iran-Konflikt unberührt bleibe.

Diese Zuversicht teilen nicht alle Marktbeobachter. Bernstein sieht den fairen Wert bei 150 Euro, während die DZ Bank das Papier mit 128 Euro bewertet. Angesichts eines gestrigen Schlusskurses von 145,90 Euro und einem Kursrückgang von rund 7,5 Prozent auf Wochensicht zeigt sich, wie weit die Erwartungen derzeit auseinanderklaffen.

Windkraft als Zünglein an der Waage

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Dreh- und Angelpunkt für die weitere Kursentwicklung ist der Fortschritt bei Siemens Gamesa. Das Management peilt für das laufende Geschäftsjahr 2026 weiterhin das Erreichen der Gewinnschwelle im Windsegment an. Erste operative Maßnahmen greifen bereits, was sich in einer steigenden Produktivität im Offshore-Bereich und einer besseren Rentabilität im Onshore-Servicegeschäft widerspiegelt.

Flankiert wird dieser Turnaround-Versuch von einer robusten Basis im restlichen Konzern. Ein Rekordauftragsbestand, der teilweise durch den rasanten Ausbau von Rechenzentren befeuert wird, sorgte bereits im ersten Quartal für deutliche Zuwächse bei Umsatz und Cashflow. Die jüngste Rückkehr zur Dividendenzahlung nach Aufhebung der staatlichen Beschränkungen unterstreicht die zunehmende Normalisierung der Finanzen.

Am 12. Mai 2026 muss das Unternehmen mit den Zahlen für das zweite Quartal konkrete Fakten liefern. Bestätigen sich die operativen Fortschritte bei Gamesa und bleibt die Profitabilität im Kerngeschäft hoch, erhält das bullische Szenario von JPMorgan fundamentale Unterstützung. Ein Stottern im Windsegment dürfte hingegen die skeptischeren Stimmen am Markt umgehend bestätigen.

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