Während der Konzern operativ Rekorde bricht, entbrennt auf der heutigen Hauptversammlung in Berlin ein Richtungsstreit über die Zukunft der Windkraftsparte. Großaktionäre und aktivistische Investoren vertreten gegensätzliche Positionen dazu, ob Siemens Gamesa im Konzernverbund verbleiben soll. Die Diskussion überschattet die Rückkehr zur Dividende und starke Quartalszahlen.

Deka warnt, Aktivist drängt

Im Zentrum der Debatte steht die strategische Ausrichtung der Windkrafttochter. Der Großaktionär Deka Investment warnte das Management davor, die Sparte unter Wert zu veräußern. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt käme einer Verschleuderung gleich, so die klare Botschaft an den Vorstand.

Demgegenüber steht der US-amerikanische aktivistische Investor Ananym, der auf eine Abspaltung drängt. Der Grund liegt in den Margenerwartungen: Während Siemens Energy für den Gesamtkonzern zweistellige Renditen anstrebt, peilt Gamesa bis 2028 lediglich eine Marge von 3 bis 5 Prozent an. Ananym argumentiert, dass selbst eine sanierte Windsparte die Profitabilität der Gruppe langfristig verwässern könnte.

Operative Stärke und Dividenden-Comeback

Ungeachtet der strategischen Diskussionen liefert das operative Geschäft überzeugende Argumente für die jüngste Kursrallye. Die Aktie notiert aktuell bei 168,90 Euro und hat sich damit von den Tiefstständen weit entfernt.

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Treibende Kraft sind die Ergebnisse des ersten Quartals 2026:
* Der Auftragsbestand erreichte ein Allzeithoch von 146 Milliarden Euro.
* Der Free Cashflow vor Steuern verdoppelte sich nahezu auf 2,9 Milliarden Euro.
* Auch das Sorgenkind Gamesa verringerte den operativen Verlust deutlich auf 46 Millionen Euro und nähert sich der Gewinnschwelle.

Als Signal der wiedergewonnenen Stärke schlägt das Unternehmen eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie vor. Es ist die erste reguläre Ausschüttung seit dem Börsengang.

Proteste und Ausblick

Die Veranstaltung wird von Protesten einer Allianz aus neun Organisationen begleitet, darunter Urgewald und Fridays for Future. Sie kritisieren Geschäfte in autokratischen Staaten sowie die fortgesetzten Aktivitäten im Gasturbinen-Sektor.

Für Anleger stehen nun kurzfristig zwei Termine im Fokus: Bereits morgen, am 27. Februar 2026, wird die Aktie ex-Dividende gehandelt. Mittelfristig stützt ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro, das im kommenden zweiten Quartal starten soll, die Bewertung. Die strategische Lösung der "Causa Gamesa" bleibt jedoch der entscheidende Hebel für die weitere Kursentwicklung.

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