Der Tabakriese Altria befindet sich in einem schwierigen Spagat. Der am Mittwoch veröffentlichte Geschäftsbericht für 2025 offenbart die Herausforderungen des massiven Strukturwandels: Sinkende Umsätze im Kerngeschäft stehen ambitionierten Plänen für eine rauchfreie Zukunft gegenüber. Die nackten Zahlen zeigen auf den ersten Blick einen deutlichen Gewinnrückgang – doch der zweite Blick auf die Details lohnt sich für Anleger.

Verzerrtes Bild durch Sondereffekte

Auf dem Papier wirkt das Ergebnis alarmierend: Der Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um über 38 Prozent auf 6,95 Milliarden US-Dollar ein. Doch dieser Absturz ist primär einem Sondereffekt aus dem Jahr 2024 geschuldet, als Altria von einem einmaligen Gewinn durch den Verkauf von Vermarktungsrechten profitierte.

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Bereinigt man die Bilanz um diese Faktoren, konnte der Konzern den Gewinn sogar leicht um 2,4 Prozent steigern. Verantwortlich hierfür waren höhere operative Erträge und eine niedrigere Steuerlast. Dennoch bleibt der Umsatzrückgang von 3,1 Prozent ein Warnsignal. Er spiegelt die sinkende Nachfrage nach klassischen rauchbaren Produkten wider, die weiterhin das fundamentale Problem des Konzerns darstellt.

Strategischer Schwenk mit Hindernissen

Das Management betont im Bericht den Fokus auf eine „rauchfreie Zukunft“. Übernahmen wie Njoy und Joint Ventures im Bereich erhitzter Tabak sollen das langfristige Wachstum sichern. Dieser Wandel ist dringend nötig, denn das Marktumfeld wird rauer. Strengere Regulierungen und der Wettbewerb durch teils illegale Nikotinprodukte setzen den etablierten Premium-Marken zu und treiben Konsumenten vermehrt zu günstigeren Discount-Alternativen.

Ausblick bestätigt

Trotz der gemischten Rückschau blickt Altria optimistisch nach vorn. Die Prognose für 2026 wurde bestätigt: Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll zwischen 5,56 und 5,72 US-Dollar liegen, was einem Wachstum von bis zu 5,5 Prozent entspricht. Der Markt honoriert diesen Kurs und die Beständigkeit offenbar: Die Aktie notiert aktuell bei 59,27 Euro am 52-Wochen-Hoch und setzt ihren starken Lauf seit Jahresbeginn fort.

Entscheidend für die Erreichung dieser Ziele wird die zweite Jahreshälfte sein, in der das Management den Großteil des Wachstums verortet. Anleger werden genau beobachten müssen, ob die neuen rauchfreien Produkte schnell genug skalieren, um die strukturellen Rückgänge im Zigarettengeschäft dauerhaft aufzufangen.

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