Am Donnerstag wird in Berlin Geschichte geschrieben. Nach Jahren der Krise präsentiert sich der Energietechnik-Konzern auf der Hauptversammlung in Bestform. Mit einem Kursplus von über 200 Prozent in zwölf Monaten und der Rückkehr zur Dividende sendet das Management ein klares Signal: Die Sanierung ist abgeschlossen, jetzt beginnt die Erntephase.

Dividende und Aktienrückkauf starten

Im Zentrum der Hauptversammlung am 26. Februar steht die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 0,70 Euro je Aktie vor – die erste Ausschüttung seit 2022. Dies entspricht einer Quote von 50 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses. Wer die Dividende erhalten möchte, muss die Aktie vor dem Ex-Tag am Freitag, den 27. Februar, im Depot haben. Die Auszahlung erfolgt am 3. März.

Zusätzlich zur Dividende zündet das Unternehmen die nächste Stufe der Kapitalrückführung. Finanzvorständin Maria Ferraro bestätigte, dass das im November angekündigte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 6 Milliarden Euro bereits im März starten soll. Diese Kombination aus Dividende und Rückkauf untermauert das wiedergewonnene Vertrauen in die eigene Bilanzstärke.

Rekordaufträge und ambitionierte Ziele

Die operative Wende ist fundamental unterfüttert. CEO Christian Bruch kann auf einen Rekord-Auftragsbestand von 146 Milliarden Euro verweisen. Allein im Geschäftsjahr 2025 verkaufte der Konzern 194 Gasturbinen, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt Bruch ein Umsatzwachstum zwischen 11 und 13 Prozent sowie einen Free Cashflow von bis zu 5 Milliarden Euro in Aussicht.

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Ein wesentlicher Treiber bleibt der US-Markt, den Bruch als „den heißesten Strommarkt der Welt“ bezeichnet. Folgerichtig investiert Siemens Energy rund eine Milliarde US-Dollar in den Ausbau der US-Standorte, um von der dortigen Nachfrageexplosion zu profitieren.

Historische Einordnung und Kursrallye

Aufsichtsratschef Joe Kaeser ordnet die jüngste Entwicklung als „einen der spektakulärsten und erfolgreichsten Turnarounds in der DAX-Geschichte“ ein. Der Kapitalmarkt teilt diese Einschätzung uneingeschränkt. Die Aktie notiert mit 165,50 Euro (Schlusskurs Montag) in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch bei 165,75 Euro.

Die Dynamik ist enorm: Seit Jahresanfang legte das Papier bereits knapp 35 Prozent zu. Allerdings mahnt der RSI (Relative Stärke Index) mit einem Wert von 85,4 zur Vorsicht – die Aktie gilt technisch als stark überkauft, was kurzfristige Konsolidierungen nicht ausschließt. Dennoch dominiert der langfristige Aufwärtstrend, gestützt durch die operativen Zahlen des ersten Quartals mit einem Gewinnsprung auf 1,16 Milliarden Euro.

Die Weichen für die Zukunft werden am Donnerstag gestellt. Neben der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat entscheiden die Aktionäre auch über eine Anpassung der Aufsichtsratsvergütung an das Marktniveau. Mit dem Ex-Dividenden-Tag am Freitag und dem Start des Aktienrückkaufs im März bleibt der Newsflow für Anleger auch nach der Versammlung dicht.

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