Von schwachen Händen, alles überstrahlendes Gold und einer eierlegenden Wollmilchsau
In Folge 79 des Podcasts „Von Bullen und Bären“ hatten wir Volker Meinel zu Gast, bei BNP Paribas für den Bereich Zertifikate verantwortlich. Weiters im Studio: Harald Schartner, Leiter des Privatkundengeschäfts und des Kundenservice-Centers der DADAT Bank.
Kaum ein Asset bewegt Anleger und Marktgeschehen derzeit derart, wie das gelbe Edelmetall Gold. 2020 notierte der Preis noch bei etwa 1500 US-Dollar je Unze, ging es Anfang des Jahres bis auf das neue Rekordhoch bei knapp 5600 nach oben. Dann ging’s schlagartig um 1200 Dollar nach unten, zuletzt waren es wieder über 5000 US-Dollar. Wir suchen nach Gründen für diese Entwicklung und Auswirkungen auf das Marktgeschehen an sich - und stellen ein Produkt vor, das für so einen Markt wie geschaffen scheint, ohne dass Anleger auf ihren ruhigen Schlaf verzichten zu müssen.
Einen Teil der Begründungen für die aufgeflammte Volatilität in der Goldpreisentwicklung kann man wohl unter Opfer des eigenen Erfolgs zusammen fassen. Denn klar ist, dass je breitere Bevölkerungsschichten auf den fahrenden Zug aufspringen, dass auch mehr und mehr der ‘zittrigen Hände’ mit an Bord sind - was man bei Silber noch stärker sieht.
Und man speziell in den Ranglisten der meistgehandelten Basiswerte sieht. Tageweise wurde hier der sonst absolut dominierende DAX (oft bis zu 80% der gehandelten Produkte) von den Edelmetallen sogar überholt.
Wer Gold hingegen als langfristige Depotbeimischung sieht, lässt sich von den Kursschwankungen nicht verunsichern. Von Goldsparplan-Auflösungen kann die DADAT daher nicht berichten.
Die Aktivitäten in Gold, gingen dabei nur teils zu Lasten anderer Basiswert-Investments. Sowohl die DADAT, wie auch die BNP Paribas, berichten von einem jeweils sehr erfolgreichem bisherigen Geschäftsjahr. Und beide auch von vielen neuen Kunden, wobei es mittlerweile nicht mehr ‘nur’ junge Neukunden sind. Berichtet wird auch von älteren Neueinsteigern. Und auch innerhalb der Anlagesegmente scheinen Anleger zu switchen und nach erfolgten Erfahrungen mit ETF/Fonds- und Aktieninvestments, neue Möglichkeiten im Bereich strukturierter Produkte - wie bei Zertifikaten - zu suchen.
Bleibt die Frage, wie Volker Meinel und Harald Schartner selbst auf die Goldpreisentwicklung reagiert haben? Was macht Schartner mit seinen angesammelten Goldmünzen, die im Tresor verstauben? Und was Volker Meinel mit in alten Truhen gefundenen Silber-Bechern und -Besteck?
Weiters blicken wir auf ein Produkt, mit dem Anleger an Preisbewegungen, zum Beispiel beim Gold, teilhaben, das auf den ersten Blick kompliziert scheint, ein 2. vielleicht schon weniger abschreckt und man damit eigentlich einer eierlegenden Wollmilchsau schon relativ nahe kommen könnte. Die Rede ist von Twin-Win-Zertifikaten (wobei sowohl eine positive, wie auch eine eventuell negative Kursentwicklung eines Basiswerts in für den Anleger Gewinne umgemünzt werden). Ein Produkt, das sich für Schartner in Österreich nur einer überschaubaren Nachfrage erfreut. Was Schartner damit begründet, dass das Produkt auf den 1. Blick kompliziert erscheint - Herr und Frau Österreicher daher lieber zum ‘einfacheren Bonus- und Discount-Zertifikat greifen ... und vor allem die Kapitalgarantie schätzen. Diese bietet das angesprochene Twin-Win Zertifikat auf 1 Feinunze Gold (ISIN: DE000PU99MM3) mit einem 105% Kapitalschutz aber auch ... dazu eine Barriere bei 50 Prozent (Cap bei 150%) - mehr dazu hier. Volker Meinel beschreibt die Motivation für dieses Twin-Win-Zertifikat derart: „Hier geht es darum, beim Goldpreis dabei zu sein. Wissend allerdings, dass immer auch eine Korrektur erfolgen kann, wie wir in den letzten Wochen gesehen haben”.
Krypto und KI beschäftigen uns auch. Weniger als Anlage, mehr wie es die beiden Banken jeweils geschäftlich einsetzen.
Mehr dazu gibt’s im Podcast hier. Wer mehr über die Zertifikate der BNP Paribas erfahren möchte geht auf https://derivate.bnpparibas.com/
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