Die Aktie von Siemens Energy kennt seit Jahresbeginn kaum Halten, doch hinter den glänzenden Kurszetteln schwelt ein strategischer Konflikt. Während das Management am Donnerstag zur Hauptversammlung nach Berlin lädt, fordert ein aktivistischer Investor die Abspaltung der Windkraftsparte Gamesa. Kann CEO Christian Bruch den Kurs halten oder erzwingt der Markt eine Aufspaltung des Energieriesen?

Großaktionäre stützen den Kurs

Im Zentrum der Debatte steht die Forderung des US-Investors Ananym Capital, die defizitäre Windkraft-Tochter Siemens Gamesa abzutrennen. Wie Reuters berichtet, erhält die Konzernführung jedoch entscheidende Rückendeckung von gewichtigen Anteilseignern. Vertreter von DWS, Deka Investment und Union Investment sprachen sich gegen einen sofortigen Spin-off aus. Der Tenor ist eindeutig: Die Sparte muss zunächst saniert werden, bevor über strukturelle Änderungen nachgedacht wird.

CEO Christian Bruch hatte eine Abspaltung zwar nicht kategorisch ausgeschlossen, priorisiert aber den Turnaround. Die Zahlen geben ihm recht: Siemens Gamesa konnte den operativen Verlust im ersten Quartal deutlich eindämmen und plant für 2026 den Breakeven.

Operative Stärke als Schutzschild

Das Management geht mit dem stärksten Rückenwind der Unternehmensgeschichte in das Aktionärstreffen. Das erste Quartal lieferte Rekordwerte, die Kritikern wenig Angriffsfläche bieten:

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  • Auftragsbestand: Mit 146 Milliarden Euro auf einem Allzeithoch.
  • Cashflow: Der Free Cashflow vor Steuern sprang auf beeindruckende 2,87 Milliarden Euro.
  • Nettoergebnis: Der Gewinn verdreifachte sich beinahe auf 746 Millionen Euro.

Besonders die Sparten Gas Services und Grid Technologies fungieren als Wachstumsmotoren und kompensieren die noch laufende Sanierung im Windgeschäft. Diese operative Exzellenz ermöglicht es dem Unternehmen zudem, erstmals eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie vorzuschlagen.

Aktie im Höhenrausch

Die Börse honoriert die Fortschritte mit massiven Kursgewinnen. Am Freitag schloss das Papier bei 164,50 Euro, nur knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Plus von gut 33 Prozent.

Dieser steile Anstieg mahnt jedoch zur Vorsicht: Mit einem RSI von über 85 gilt die Aktie technisch als stark überkauft. Der enorme Abstand von fast 50 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt unterstreicht die extreme Dynamik der jüngsten Rallye.

Die Hauptversammlung am 26. Februar in Berlin wird zeigen, ob die strategische Diskussion um Gamesa die Stimmung trüben kann oder ob die Rekordzahlen die Debatte dominieren. Im Anschluss begibt sich das Management auf eine internationale Roadshow, um die langfristige Vision des integrierten Energiekonzerns bei globalen Investoren zu verfestigen.

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