Die Rally bei Siemens Energy kennt aktuell kein Halten mehr. Angetrieben von einem wichtigen Analysten-Upgrade und strategischen Weichenstellungen in Richtung USA, jagt das Papier von einem Hoch zum nächsten. Doch während die fundamentale Story durch neue Partnerschaften untermauert wird, stellt sich angesichts der extremen Kursgewinne die Frage: Wie viel Fantasie ist bereits eingepreist?

Das Wichtigste in Kürze:
* Analysten-Lob: Die UBS dreht ihr Rating auf "Kaufen".
* Strategie: Neue Partnerschaft mit NEXTCHEM und Fokus auf US-Markt.
* Struktur: CEO Bruch erteilt einer Abspaltung der Windsparte eine Absage.
* Ausblick: Starke Prognosen für 2026 bestätigt.

Analysten drehen die Stimmung

Treibstoff für den jüngsten Anstieg lieferte vor allem die UBS. Die Großbank stufte das Papier am 23. Januar von "Verkaufen" auf "Kaufen" hoch, was eine deutliche Neubewertung der Situation signalisiert. Auch Jefferies bestätigte jüngst die Kaufempfehlung. Diese Zuversicht spiegelt sich im Kurs wider: Die Aktie markierte heute bei 142,50 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.

Seit Jahresanfang konnte der Titel bereits über 16 Prozent zulegen, auf Jahressicht steht sogar ein Plus von rund 170 Prozent zu Buche. Allerdings mahnt die Technik zur Vorsicht: Mit einem RSI-Wert von 85,4 gilt der Titel kurzfristig als technisch massiv überkauft. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt mit gut 125 Euro inzwischen unter dem aktuellen Kursniveau, auch wenn Spitzenziele bis 154 Euro reichen.

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Politische Rückendeckung und US-Fokus

Neben den Analystenkommentaren stützen operative Nachrichten den Kurs. Im Rahmen des deutsch-italienischen Regierungsgipfels unterzeichnete der Konzern ein Memorandum of Understanding mit NEXTCHEM. Ziel ist die Entwicklung kohlenstoffarmer Kraftstoffe und Lösungen für schwer dekarbonisierbare Industrien.

Gleichzeitig forciert das Management das US-Geschäft. Ein Treffen zwischen CEO Christian Bruch und US-Präsident Donald Trump in Davos unterstreicht die Relevanz dieses Marktes. Insbesondere die Nachfrage nach Energieinfrastruktur für KI-Rechenzentren gilt als potenzieller Wachstumstreiber.

Klares Bekenntnis zur Windsparte

Trotz des Drucks durch den US-Hedgefonds Ananym Capital hält die Führungsetage an der integrierten Konzernstruktur fest. CEO Bruch wies Forderungen nach einer Abspaltung der problembehafteten Windkrafttochter Siemens Gamesa zurück. Der Fokus liegt stattdessen auf dem laufenden Turnaround: Bis Ende des Geschäftsjahres 2026 soll die Gewinnschwelle erreicht werden.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Siemens Energy weiterhin mit einem Umsatzwachstum zwischen 11 und 13 Prozent sowie einer Gewinnmarge vor Sondereffekten von bis zu 11 Prozent. Der nächste Realitätscheck für Anleger steht kurz bevor: Am 11. Februar 2026 legt der Konzern die Zahlen zum ersten Quartal vor. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die operative Entwicklung mit dem rasanten Kursanstieg Schritt halten kann.

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