Die Siemens Energy Aktie verliert am Dienstag deutlich an Boden – obwohl das Unternehmen mit historischen Aufträgen aufwartet und erstmals seit Jahren wieder eine Dividende zahlt. Nach dem rasanten Anstieg auf ein neues 52-Wochen-Hoch bei 171,65 Euro Ende Februar setzt nun eine Korrektur ein. Die Aktie gibt am Vormittag über 3 Prozent auf 157,30 Euro ab.

Gasturbinen-Boom erreicht neue Dimension

Die operative Entwicklung im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertrifft selbst optimistische Erwartungen. Die Gas-Services-Sparte verbuchte 102 verkaufte Gasturbinen – das stärkste Quartal in der Unternehmensgeschichte. CEO Christian Bruch stellte die Dimension klar: Im gesamten Geschäftsjahr 2025 hatte Siemens Energy rund 194 große Gasturbinen abgesetzt. Bereits im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres erreichte der Konzern damit etwa die Hälfte des Vorjahresvolumens.

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Der Auftragseingang sprang um 33 Prozent auf 17,6 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand kletterte auf ein Allzeithoch von 146 Milliarden Euro. Der Free Cashflow verdoppelte sich nahezu auf einen Rekordwert von 2,9 Milliarden Euro.

Dividende und Milliarden-Rückkauf

Auf der Hauptversammlung in Berlin beschlossen die Aktionäre mit 99,99 Prozent Zustimmung die Wiederaufnahme der Dividende. Für das Geschäftsjahr 2025 fließen 0,70 Euro je Aktie. Möglich wurde dies durch die vorzeitige Rückzahlung einer deutschen Staatsgarantie, die bis dahin Dividendenzahlungen ausschloss.

Parallel bekräftigte Bruch das Aktienrückkaufprogramm: Bis Ende des Geschäftsjahres 2028 sollen bis zu 6 Milliarden Euro in eigene Aktien fließen. Hinzu kommen Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro allein in diesem Jahr – für Standorte, Forschung und Entwicklung.

US-Expansion für KI-Infrastruktur

Siemens Energy investiert 1 Milliarde US-Dollar in den Ausbau amerikanischer Fertigungskapazitäten. Mehr als 1.500 neue Arbeitsplätze in Fertigung, Engineering und Betrieb sollen entstehen. Treiber ist die explodierende Nachfrage nach Infrastruktur für Rechenzentren, Künstliche Intelligenz und industrielle Elektrifizierung.

Gamesa: Zwischenschritt auf dem Weg zur Profitabilität

Die Windsparte bleibt der kritische Faktor. Nach einem operativen Verlust von 1,36 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 schrumpfte das Minus im ersten Quartal auf 46 Millionen Euro. Das Ziel für 2026 lautet: Erreichen der Gewinnschwelle.

Aktivistinvestor Ananym fordert weiterhin eine Abspaltung der Sparte. Große institutionelle Investoren wie DWS, Deka und Union Investment stützen jedoch das Management. Aufsichtsratschef Joe Kaeser nennt langfristig eine zweistellige operative Marge als Ziel, Bruch sieht 3 bis 5 Prozent bis 2028 als realistischen Zwischenschritt.

Der Quartalsbericht am 12. Mai wird zeigen, ob Gamesa dem Break-even-Ziel nähergekommen ist. Ein Verfehlen würde den Druck für eine Trennung erheblich verstärken – ein Erfolg könnte die Debatte hingegen deutlich abkühlen lassen.

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