Siemens Energy liefert ab – und wie. Der Energietechnik-Konzern hat Anfang März die Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt und damit eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die operative Erholung keine Eintagsfliege ist. Doch während das Kerngeschäft boomt, sorgt die Windkrafttochter Siemens Gamesa weiterhin für Diskussionen.

Auftragsflut und Gewinnsprung

Das erste Quartal 2026 brachte einen Auftragseingang von 17,6 Milliarden Euro – ein Plus von einem Drittel. Der Konzerngewinn verdoppelte sich auf 1,16 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert: Der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch. Der Free Cashflow vor Steuern verdoppelte sich nahezu auf 2,9 Milliarden Euro.

Die Dynamik zieht sich durch nahezu alle Geschäftsbereiche. Im Gasturbinen-Geschäft verkaufte Siemens Energy 194 große Einheiten – fast doppelt so viele wie im Vorjahr. Der Bereich Grid Technologies profitiert massiv vom Rechenzentren-Boom: Die Umsätze mit Hyperscalern sprangen auf über 2 Milliarden Euro, mehr als eine Verdopplung.

KI-Boom als Brandbeschleuniger

Der stromhungrige Ausbau von Rechenzentren hat sich zum echten Wachstumstreiber entwickelt. CEO Christian Bruch kündigte Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro in Standorte und Forschung für 2026 an. Allein in den USA sollen eine Milliarde Dollar in zwei Trainingszentren und 1.500 neue Arbeitsplätze fließen.

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Gamesa bleibt der Stolperstein

Trotz der Rekordzahlen im Kerngeschäft bleibt die Windkrafttochter ein Streitpunkt. Der operative Verlust schrumpfte im ersten Quartal zwar drastisch von 1,36 Milliarden auf 46 Millionen Euro. Doch Aktivistinvestor Ananym Capital fordert weiterhin eine Abspaltung der Sparte.

Das Management um Bruch und Aufsichtsratschef Joe Kaeser hält dagegen am Sanierungskurs fest. Ziel ist es, Gamesa im Laufe von 2026 in die Gewinnzone zu führen. Bis 2028 soll eine operative Marge von 3 bis 5 Prozent erreicht werden – als Zwischenschritt auf dem Weg zu langfristig zweistelligen Margen.

Dividenden-Comeback und Aktienrückkäufe

Auf der Hauptversammlung in Berlin stimmten 99,99 Prozent der Aktionäre für eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Möglich wurde dies durch die vorzeitige Rückzahlung der staatlichen Bundesbürgschaft. Zusätzlich bekräftigte Bruch das geplante Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent an. Die Gewinnmarge vor Sonderposten soll zwischen 9 und 11 Prozent liegen, der Nettogewinn bei 3 bis 4 Milliarden Euro. Der Free Cashflow vor Steuern wird im Bereich von 4 bis 5 Milliarden Euro erwartet. Zudem hob der Konzern seine mittelfristigen Ziele für 2028 an und strebt nun ein zusammengesetztes jährliches Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich an. Das Kerngeschäft läuft rund – die Gamesa-Frage dürfte jedoch die Agenda der kommenden Monate bestimmen.

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