Novo Nordisk Aktie: Preiskampf droht
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk steht vor einem Problem: Die goldenen Zeiten im boomenden Markt für Abnehmmedikamente könnten vorbei sein. Chairman Lars Rebien Sorensen warnte diese Woche explizit vor einem drohenden Preiskampf – und zog dabei Parallelen zum Insulinmarkt vor zehn Jahren, wo aggressive Preisschlachten die Margen massiv unter Druck setzten. Die Aktie reagierte prompt und verlor am Mittwoch rund 4,2 Prozent.
Analysten senken Kursziele
Die Warnung vor sinkenden Preisen kommt nicht von ungefähr. Gleich mehrere Analystenhäuser haben ihre Einschätzungen nach unten korrigiert. Nordea senkte am Donnerstag das Kursziel von 520 auf 486 dänische Kronen, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Noch deutlicher äußerte sich Morningstar: Die Experten erwarten für 2026 einen Preisrückgang von über 20 Prozent beim wichtigen Wirkstoff Semaglutid – dem Herzstück der Blockbuster Wegovy und Ozempic. Entsprechend fiel die neue Bewertung aus: 423 statt bisher 458 Kronen.
Der Hintergrund: Der US-Markt, traditionell die Cash-Cow der Pharmaindustrie, wird zum Kampfgebiet. Konkurrent Eli Lilly drängt mit seinen Präparaten Zepbound und Mounjaro aggressiv nach vorne.
Massive Werbeoffensive gegen Eli Lilly
Novo Nordisk wehrt sich mit allen Mitteln. In den ersten neun Monaten 2025 pumpte der Konzern fast 500 Millionen Dollar in US-Werbung für Wegovy und Ozempic – mehr als das Doppelte dessen, was Eli Lilly für seine Konkurrenzprodukte ausgab. Die Strategie scheint zunächst aufzugehen: Die neue orale Variante von Wegovy verzeichnete allein in der ersten vollen Verkaufswoche über 18.000 Rezepte.
Doch die Frage bleibt: Lässt sich Marktdominanz auf Dauer durch höhere Werbeausgaben erkaufen, wenn gleichzeitig die Preise unter Druck geraten? Die Rechnung geht nur auf, wenn die Volumina deutlich steigen.
Entscheidende Zahlen am 4. Februar
Am 4. Februar 2026 legt Novo Nordisk die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Investoren werden besonders auf drei Punkte achten: Erstens, wie realistisch ist der Ausblick für 2026 angesichts der Preisrisiken? Zweitens, wie steht es um die Produktionskapazitäten für die GLP-1-Medikamente? Und drittens, welche konkreten Verkaufszahlen liefert die neue orale Formulierung?
Die Antworten auf diese Fragen dürften darüber entscheiden, ob die aktuelle Kursschwäche eine Kaufgelegenheit ist – oder erst der Anfang einer längeren Korrektur.
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