Siemens startet überraschend stark ins Geschäftsjahr 2026 – und zieht daraus Konsequenzen. Nach einem besseren ersten Quartal hebt der Konzern die Gewinnprognose je Aktie an. Treiber sind vor allem die Kernsparten sowie eine spürbare Erholung im Automatisierungsgeschäft.

Kann Siemens das Tempo nach diesem Auftakt halten? Die Zahlen deuten zumindest auf Rückenwind aus Nachfrage und Auftragslage hin.

  • Umsatz: rund 19,1 Mrd. Euro (+8% vergleichbar)
  • Auftragseingang: rund 21,4 Mrd. Euro (+10%)
  • Ergebnis industrielles Geschäft: 2,9 Mrd. Euro (+15%)
  • Auftragsbestand: Rekord bei 120 Mrd. Euro
  • Neue EPS-Prognose 2026 (bereinigt, pre PPA): 10,70 bis 11,10 Euro (zuvor 10,40 bis 11,00 Euro)

Auftragseingang zieht an – Auftragsbestand auf Rekord

Im ersten Geschäftsquartal (Ende am 31. Dezember) legte Siemens bei den zentralen Kennzahlen deutlich zu. Besonders der Auftragseingang entwickelte sich dynamisch und stieg schneller als der Umsatz. Das ist wichtig, weil es auf eine weiter robuste Nachfrage hindeutet – und sich im Rekord-Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro widerspiegelt.

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Auch die Profitabilität im industriellen Geschäft verbesserte sich: Das Ergebnis kletterte um 15% auf 2,9 Milliarden Euro. Der Gewinn nach Steuern lag bei 2,2 Milliarden Euro. Siemens weist dabei darauf hin, dass der Vorjahreswert durch einen positiven Sondereffekt aus einem Unternehmensverkauf höher ausgefallen war.

Digitalisierung als Treiber – Automatisierung erholt sich

Als Wachstumsmotoren nennt Siemens Smart Infrastructure und Digital Industries. Smart Infrastructure profitierte laut Unternehmen vom anhaltenden Boom beim Aufbau von Rechenzentren, besonders in den USA.

Für positive Überraschung sorgte zudem Digital Industries: Der Bereich, in dem Automatisierung und Software gebündelt sind, zeigte eine deutliche Erholung und einen spürbaren Ergebnissprung. Konzernchef Roland Busch bezeichnete künstliche Intelligenz als wichtigen Wachstumstreiber. Passend dazu kündigte Siemens an, die Partnerschaft mit Nvidia zu vertiefen, um die Entwicklung industrieller KI zu beschleunigen.

Prognose nach oben – Umsatz-Ausblick bleibt

Auf Basis des starken Starts wird Siemens beim Ergebnis je Aktie optimistischer. Die Prognose für das bereinigte EPS (pre PPA) steigt auf 10,70 bis 11,10 Euro. Zuvor hatte Siemens 10,40 bis 11,00 Euro in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern hingegen.

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