Der Münchner Technologiekonzern steht vor einer personellen Neuordnung an der Spitze. Veronika Bienert übernimmt bereits in wenigen Wochen den Finanzvorstand – früher als zunächst erwartet. Gleichzeitig verkleinert sich der Vorstand deutlich.

Der Aufsichtsrat hat am gestrigen Mittwoch die Details des bereits im November 2025 angekündigten Führungswechsels festgelegt. Bienert wird zum 1. April die Nachfolge von Ralf Thomas antreten, der seit über einem Jahrzehnt als Finanzchef des DAX-Konzerns fungiert. Thomas scheidet auf eigenen Wunsch bereits am 13. Mai aus dem Vorstand aus – deutlich vor dem regulären Ende seiner Amtszeit im Dezember.

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Übergangsregelung bis Jahresende

Bis Dezember bleibt Thomas dem Unternehmen allerdings als Berater erhalten. Seine Position als Aufsichtsratsvorsitzender der Tochter Siemens Healthineers ist von dem vorzeitigen Ausscheiden nicht betroffen. Bienert verantwortet derzeit das Serviceportfolio von Siemens Financial Services, Siemens Real Estate und Global Business Services – diese Aufgaben wird sie zusätzlich zur Finanzfunktion übernehmen.

Vorstand schrumpft auf fünf Mitglieder

Die Veränderungen gehen noch weiter: Peter Körte, bislang zuständig für Technologie und Strategie, übernimmt zum 1. Juli zusätzlich die Sparte Smart Infrastructure von Matthias Rebellius. Rebellius verlässt den Vorstand nach Ablauf seiner Amtszeit ebenfalls auf eigenen Wunsch. Durch diese Neuordnung verkleinert sich das Führungsgremium von derzeit sieben auf künftig nur noch fünf Mitglieder.

Die Umstrukturierung erfolgt zu einem sensiblen Zeitpunkt: In Kürze wird Siemens die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Analysten erwarten einen leichten Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders die Entwicklung bei Auftragseingang und operativer Marge dürfte dabei im Fokus stehen – die Ergebnisse könnten wegweisend für den gesamten Industriesektor werden.

Die Aktie zeigt sich von den Personalveränderungen bislang unbeeindruckt. Die Märkte hatten den Wechsel seit der Ankündigung im November eingepreist. Entscheidender dürften die kommenden Quartalsergebnisse sein, die zeigen werden, wie sich der Technologiekonzern im aktuellen Marktumfeld behauptet.

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