Netflix Aktie: Schleichende Enttäuschungen?
Der Streaming-Gigant gerät zunehmend unter Druck. Während das US-Justizministerium die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) genau durchleuchtet, bläst Konkurrent Paramount Skydance zum erneuten Angriff. Ein gestern nachgebessertes Angebot mit neuen finanziellen Garantien zwingt Netflix nun in die Defensive.
Paramount legt nach
Paramount Skydance hat sein feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery am Dienstag deutlich attraktiver gestaltet. Zwar bleibt der Preis pro Aktie unverändert bei 30 US-Dollar in bar, doch der Herausforderer führte neue Klauseln ein, um die WBD-Aktionäre von einem Wechsel zu überzeugen. Zentrales Element ist eine sogenannte "Ticking Fee": Sollte sich die behördliche Genehmigung über den 31. Dezember 2026 hinaus verzögern, zahlt Paramount für jedes weitere Quartal zusätzlich 25 Cent pro Aktie. Dies entspricht einem Barwert von rund 650 Millionen US-Dollar pro Quartal.
Um das Risiko für WBD weiter zu minimieren, verpflichtete sich Paramount zudem, die im Falle eines Scheiterns fällige Abfindungszahlung (Break-up Fee) an Netflix in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Auch potenzielle Refinanzierungskosten von 1,5 Milliarden US-Dollar würde der Bieter tragen. Das Angebot ist laut Unternehmensangaben durch Eigenkapital der Familie Ellison sowie Kreditzusagen von Großbanken wie der Bank of America voll finanziert.
Behörden prüfen Netflix-Deal
Für Netflix kommt der Vorstoß zur Unzeit, da das US-Justizministerium (DOJ) die eigene 82,7-Milliarden-Dollar-Offerte bereits intensiv prüft. Berichten des Wall Street Journal zufolge geht die Untersuchung über eine Standardprüfung hinaus; per Zivilvorladung wird gezielt nach Hinweisen auf marktbeherrschendes Verhalten gesucht. Netflix-Sprecher betonten hingegen, es handele sich um einen "völlig normalen Geschäftsvorgang" und man kooperiere konstruktiv mit den Behörden.
Board hält an Netflix fest
Das Management von Warner Bros. Discovery bestätigte den Eingang der neuen Offerte, hält aber bislang an der Empfehlung für den Netflix-Deal fest. Netflix hatte sein eigenes Angebot im Januar auf 27,75 US-Dollar je Aktie in bar angepasst. An der Börse nutzen unterdessen Privatanleger die Unsicherheit für Zukäufe: Nach einem Rücksetzer auf ein 52-Wochen-Tief von 79,23 US-Dollar erholte sich die Netflix-Aktie zuletzt auf rund 83,50 US-Dollar.
Die Entscheidung liegt nun im Spannungsfeld zwischen Aktionärsinteressen und Regulierung. Während Paramount den finanziellen Druck erhöht, hängt der Zeitplan für den Netflix-Deal maßgeblich von der für das dritte Quartal 2026 geplanten Abspaltung der linearen TV-Netzwerke von WBD ab.
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