ServiceNow hat seinen Vertriebskanal in Nordamerika deutlich ausgebaut. Über eine erweiterte Partnerschaft mit Carahsoft Technology erhält das Unternehmen erstmals Zugang zu einem Netzwerk von mehr als 10.000 Resellern — und das in Branchen, die bislang kaum erschlossen waren.

Carahsoft öffnet neue Märkte

Bisher konzentrierte sich die Zusammenarbeit zwischen ServiceNow und Carahsoft auf Behörden und den öffentlichen Sektor. Seit dem 16. März 2026 gilt die Partnerschaft auch für kommerzielle Kanäle: Einzelhandel, Technologie, Fertigung, Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und kritische Infrastruktur.

Carahsoft ist mit 23 Milliarden US-Dollar Jahresbuchungen einer der größten IT-Distributoren für Regierungskunden in den USA. Sein Ruf für Sicherheit und Compliance macht das Unternehmen zu einem attraktiven Türöffner für regulierte Privatmärkte — genau dort, wo Kunden lieber über vertraute Partner einkaufen als direkt beim Hersteller.

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KI-Plattform als Wachstumstreiber

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. ServiceNow treibt die Monetarisierung seiner KI-Lösungen mit Nachdruck voran. Der jährliche Vertragswert im KI-Segment ist von 250 Millionen auf 600 Millionen US-Dollar gestiegen. Die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Moveworks ergänzt die Plattform um Conversational AI und Enterprise-Suchfunktionen.

Die Fundamentaldaten des Unternehmens sind solide: 20,7 Prozent Umsatzwachstum im vierten Quartal 2025, eine Bruttomarge von 77,5 Prozent und ein Zinsdeckungsgrad von 79,3 bei einer Verschuldungsquote von lediglich 0,19. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen belaufen sich auf 28,2 Milliarden US-Dollar.

Kurs unter Druck trotz starker Zahlen

An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit nicht wider. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 23 Prozent verloren. Jefferies wertet den Kursrückgang als übertrieben und sieht ServiceNow als Opfer pauschaler Verkäufe im KI-Sektor — ausgelöst durch Sorgen über zunehmenden Wettbewerb. BNP Paribas sieht in der Schwäche eine Kaufgelegenheit.

Der Carahsoft-Deal zeigt, wohin ServiceNow strategisch steuert: weg von der reinen Direktvermarktung, hin zu einer tiefen Verankerung in den Beschaffungsstrukturen regulierter Industrien. Ob der Kurs diesen Kurs honoriert, hängt wesentlich davon ab, wie schnell sich die neuen Vertriebskanäle in messbarem Umsatz niederschlagen.

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