Im Jahr 2026 hat der Softwarekonzern ServiceNow bereits fast ein Viertel seines Börsenwertes eingebüßt. Wer einen Blick auf die operativen Kennzahlen wirft, erkennt allerdings ein völlig anderes Bild. Das Geschäft wächst rasant, angetrieben von einer starken Nachfrage nach KI-Lösungen und großen Unternehmensabschlüssen. Diese Diskrepanz zwischen dem schwachen Kursverlauf und der fundamentalen Realität rückt nun zunehmend in den Fokus.

Starkes Quartal und treue Großkunden

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 beendete das Unternehmen mit Ergebnissen, die die Erwartungen übertrafen. Mit einem Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar und einem bereinigten Gewinn von 92 Cent pro Aktie ließ ServiceNow die Prognosen der Analysten hinter sich. Die wichtigen Abo-Umsätze kletterten im Jahresvergleich um 21 Prozent.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit zahlungskräftigen Großkunden. Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern 244 neue Vertragsabschlüsse mit einem Volumen von über einer Million US-Dollar. Die Zahl der Kunden, die jährlich mehr als fünf Millionen US-Dollar in die Plattform investieren, stieg um rund 20 Prozent auf insgesamt 603.

KI-Produkte als Umsatztreiber

Im Zentrum der Wachstumsstrategie steht die generative KI-Produktsuite "Now Assist". Der jährlich wiederkehrende Umsatz in diesem Bereich hat sich im Jahresvergleich auf über 600 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt. Bis zum Geschäftsjahr 2026 peilt das Management hier die Milliardenmarke an.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei ServiceNow?

Analysten sehen insbesondere im Premium-Abonnement "Pro Plus" einen entscheidenden Hebel für zukünftiges Wachstum, wenn bestehende Kunden ihre Verträge hochstufen. Um die technologische Basis zu stärken, vertieft ServiceNow strategische Partnerschaften mit KI-Entwicklern wie Anthropic. Zudem integriert der Konzern nach der Übernahme von Moveworks im Dezember 2025 zusätzliche KI-Funktionen in die eigene Plattform.

Milliarden-Rückkauf und Ausblick

Das Management demonstriert angesichts des jüngsten Kursrutschs deutliches Vertrauen in das eigene Geschäftsmodell. Im Januar 2026 genehmigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden US-Dollar, ergänzt durch einen beschleunigten Rückkauf über zwei Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte bereits ein Aktiensplit im Verhältnis 5-zu-1 im Dezember die Papiere für Privatanleger zugänglicher gemacht.

Die finanzielle Basis für diese Kapitalmaßnahmen ist äußerst solide, was sich auch in den konkreten Zielen für das laufende Jahr widerspiegelt:

  • Erwarteter Abo-Umsatz 2026: 15,53 bis 15,57 Milliarden US-Dollar
  • Geplantes Umsatzwachstum: rund 20,75 Prozent (währungsbereinigt)
  • Angestrebte freie Cashflow-Marge: 36 Prozent
  • Durchschnittliches Analysten-Kursziel: 189,30 US-Dollar

Die Lücke zwischen der operativen Stärke und der schwachen Aktienperformance prägt das aktuelle Bild. Der nächste wichtige Termin für Investoren ist der 29. April 2026, wenn ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal präsentiert. Analysten von BNP Paribas gehen davon aus, dass das organische Umsatzwachstum bei den Abonnements dann bei rund 20 Prozent liegen wird. Die erfolgreiche Vermarktung der margenstarken KI-Dienste bleibt bis dahin der wichtigste kurzfristige Katalysator für das Unternehmen.

ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 17. März liefert die Antwort:

Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...