ServiceNow weitet seine Reichweite aus — und das ausgerechnet in einem Moment, in dem die Aktie nach einem harten Jahresstart wieder Rückenwind bekommt. Die Partnerschaft mit dem IT-Distributor Carahsoft öffnet erstmals kommerzielle Vertriebskanäle, die bislang dem öffentlichen Sektor vorbehalten waren.

Carahsoft bringt 10.000 Reseller ins Spiel

Am 16. März 2026 haben ServiceNow und Carahsoft Technology ihre bestehende Zusammenarbeit erheblich ausgeweitet. Bisher konzentrierte sich die Partnerschaft auf Behörden und staatliche Einrichtungen. Nun werden über Carahsofts gesamtes Reseller-Netzwerk in den USA und Kanada auch Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Einzelhandel und kritische Infrastruktur erschlossen.

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Carahsoft ist mit mehr als 10.000 Resellern, Systemintegratoren und Beratungspartnern sowie 23 Milliarden US-Dollar an jährlichen Buchungen einer der größten IT-Distributoren im Regierungsumfeld. Dieses Netzwerk ist auf Käufer ausgerichtet, die komplexe Beschaffungsprozesse und hohe Compliance-Anforderungen gewohnt sind — Eigenschaften, die sich auf regulierte Branchen außerhalb des öffentlichen Sektors übertragen lassen.

Für ServiceNow bedeutet das einen strukturell neuen Vertriebsweg: statt direktem Enterprise-Vertrieb der Zugang zu Organisationen, die bevorzugt über etablierte Partnerkanäle einkaufen.

BNP Paribas dreht auf Outperform

Zeitgleich mit der Partnerschaftsmeldung stufte BNP Paribas Exane die Aktie am 16. März von Neutral auf Outperform hoch. Analyst Stefan Slowinski erhöhte sein Kursziel von 120 auf 140 US-Dollar. Auslöser war der Kursrückgang von rund 23 Prozent seit Jahresbeginn, den er als attraktiven Einstiegspunkt wertet.

Slowinski begründet seine Einschätzung mit drei Kriterien: einem stabilen Kerngeschäft, tragfähigen KI-Umsatzpfaden und hohen Margen bei kontrollierter aktienbasierter Vergütung. ServiceNow erfülle alle drei Anforderungen. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert BNP Paribas ein organisches Abonnementumsatzwachstum von rund 20 Prozent — leicht über der eigenen Unternehmensführung von etwa 18 Prozent. Zusätzliches Potenzial sieht Slowinski, falls Unternehmenskunden verstärkt auf das Premium-Tier „Pro Plus" umsteigen.

Starkes Fundament, schwache Kursentwicklung

Die Fundamentaldaten liefern Kontext für die aktuelle Bewertungsdebatte. Im Jahr 2025 erzielte ServiceNow einen Umsatz von 13,28 Milliarden US-Dollar — ein Plus von knapp 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn stieg um 22,7 Prozent auf 1,75 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge liegt bei 77,5 Prozent, das Dreijahres-Umsatzwachstum im Schnitt bei 21,2 Prozent pro Jahr.

Besonders beachtet wird der KI-Jahresvertragswert: Er kletterte von 250 Millionen auf 600 Millionen US-Dollar — ein Indikator dafür, wie schnell ServiceNow seine KI-Investitionen in wiederkehrende Erlöse ummünzt. Die Bilanz ist solide: eine Verschuldungsquote von 0,19 und ein Zinsdeckungsgrad von 79,3.

Trotzdem spiegelt der Kursverlauf die Belastungen im Softwaresektor wider. Über die vergangenen 90 Tage verlor die Aktie rund 26 Prozent, auf Jahressicht sogar fast 32 Prozent. Jefferies hatte zuletzt darauf hingewiesen, dass ServiceNow und vergleichbare Titel übermäßig stark unter Sorgen um KI-Wettbewerb gelitten hätten. Die kürzlich abgeschlossene Übernahme von Moveworks, die conversational AI und Enterprise-Suche ins Portfolio bringt, könnte mittelfristig zur Neubewertung beitragen.

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