ServiceNow Aktie: Trotz Rekordergebnis
ServiceNow präsentierte Ende Januar 2026 Quartalszahlen, die selbst optimistische Analystenschätzungen übertrafen. Doch statt Jubel folgte der Absturz: Die Aktie markierte Anfang Februar ein neues 52-Wochen-Tief bei rund 105 Dollar – ein Minus von etwa 30% seit Jahresbeginn. Der Grund? Eine wachsende Angst unter Investoren, dass autonome KI-Agenten das traditionelle Software-as-a-Service-Geschäft grundlegend bedrohen könnten.
Starke Zahlen, schwache Reaktion
Das vierte Quartal 2025 lief operativ rund: ServiceNow meldete einen Gewinn je Aktie von 0,92 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 0,89 Dollar. Der Umsatz kletterte auf 3,57 Milliarden Dollar – ein Plus von 20,7% im Jahresvergleich und über den erwarteten 3,53 Milliarden. Das Subscription-Geschäft, das Herzstück des Geschäftsmodells, wuchs um 21% auf 3,47 Milliarden Dollar.
Hinzu kam eine klare Ansage des Managements: Ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar wurde autorisiert, davon sollen 2 Milliarden sofort in einem beschleunigten Verfahren umgesetzt werden. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen Subscription-Erlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar.
Die wichtigsten Eckdaten:
- Q4-Umsatz: 3,57 Mrd. Dollar (+20,7% YoY)
- Gewinn je Aktie: 0,92 Dollar (Schätzung: 0,89 Dollar)
- Neues Rückkaufvolumen: 5 Mrd. Dollar
- Now Assist ACV: über 600 Mio. Dollar
Die "Tod von SaaS"-These
Die Börse zeigt sich davon unbeeindruckt. Im Mittelpunkt steht eine branchenweite Befürchtung: Neue "Frontier"-KI-Modelle von Anbietern wie OpenAI oder Anthropic könnten künftig komplexe Unternehmensaufgaben autonom bewältigen – und damit klassische Software-Lizenzen überflüssig machen. Diese Logik trifft den gesamten SaaS-Sektor, ServiceNow aber besonders hart.
CEO Bill McDermott hält mit Nachdruck dagegen. Er verweist auf das eigene KI-Produkt "Now Assist", dessen jährlicher Vertragswert (ACV) die Marke von 600 Millionen Dollar überschritten hat. Deals, die mehrere Produkte umfassen, verzehnfachten sich im Jahresvergleich. Die Botschaft: ServiceNow ist nicht Opfer der KI-Disruption, sondern Teil der Lösung.
Strategische Schritte und Insider-Signale
Parallel zur Marktschwäche treibt das Unternehmen seine Expansion voran. Anfang 2026 kündigte ServiceNow die Übernahme von Veza an, einem Spezialisten für Identity Security. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden und die Plattform um wichtige Sicherheitsfunktionen erweitern.
Intern zeigt sich Vertrauen: CFO Gina Mastantuono erhielt am 7. Februar über 18.000 Restricted Stock Units, die nach Erreichen mehrjähriger Performance-Ziele fällig wurden. Solche Zuteilungen sind zwar üblich, bestätigen aber, dass das Management seine operativen Vorgaben trotz Kursturbulenzen erfüllt hat.
Die Aktie notiert mittlerweile rund 50% unter ihren Hochs aus Mitte 2025. Ob die fundamentale Stärke letztlich überwiegt oder die Disruptions-Narrative den Sektor weiter belastet, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen – insbesondere daran, wie nachhaltig sich Now Assist im Markt etabliert.
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