ServiceNow-CEO Bill McDermott sorgte diese Woche mit einer düsteren Prognose für Aufsehen: Künstliche Intelligenz könnte die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen massiv in die Höhe treiben. Während das eigene Unternehmen mit neuen KI-Agenten Rekordumsätze einfährt und menschliche Arbeitskraft ersetzt, reagiert die Börse paradox. Trotz starker Geschäftszahlen steht das Papier unter Druck, da Investoren eine Disruption des gesamten Softwaresektors fürchten.

Düstere Prognose für den Arbeitsmarkt

Bei einem Fernsehauftritt am vergangenen Freitag zeichnete McDermott ein hartes Bild der zukünftigen Arbeitswelt. Er rechnet damit, dass die Arbeitslosenquote bei jungen Akademikern in den nächsten Jahren auf über 30 Prozent steigen könnte. Der Grund dafür ist die rasante Entwicklung von KI-Agenten, die zunehmend klassische Büroberufe wie Programmierung oder Marketing übernehmen.

ServiceNow selbst treibt diese Entwicklung aktiv voran. Laut McDermott helfen die hauseigenen Werkzeuge den Kunden bereits dabei, 90 Prozent der Kundenservice-Fälle zu automatisieren, die zuvor von Menschen bearbeitet wurden. Unternehmen können so ihre Belegschaft konstant halten, während Umsatz und Cashflow steigen.

Rekordzahlen und strategische Allianzen

Operativ läuft es für den Softwarekonzern hervorragend. Das vierte Quartal 2025 übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich, gestützt von einer Bruttomarge von 77,5 Prozent. Die fundamentale Stärke spiegelt sich in den Kernkennzahlen wider:

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  • Umsatz Q4 2025: 3,57 Milliarden US-Dollar (plus 20,5 Prozent)
  • Aktueller Auftragsbestand (cRPO): 12,85 Milliarden US-Dollar (plus 25 Prozent)
  • Aktienrückkaufprogramm: Volumen von 5 Milliarden US-Dollar genehmigt
  • Prognose 2026: Erwartetes Abowachstum von 19,5 bis 20 Prozent

Um das Wachstum abzusichern, baut das Management seine strategischen Partnerschaften kontinuierlich aus. Eine seit Anfang 2024 bestehende Allianz mit Visa zur Automatisierung von Zahlungsstreitigkeiten wurde im Januar dieses Jahres erweitert. Zudem kündigte das Unternehmen eine Kooperation mit Anthropic an, um deren Claude-Modelle in die eigene Plattform zu integrieren.

Warum die Aktie trotzdem schwächelt

Angesichts dieser fundamentalen Stärke verwundert die aktuelle Kursschwäche auf den ersten Blick. Marktbeobachter machen dafür eine generelle Verunsicherung im Softwaresektor verantwortlich. Investoren tun sich schwer damit, die langfristigen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz auf etablierte Geschäftsmodelle zu bewerten. Es herrscht die Sorge, dass aufstrebende KI-Startups den Marktanteil traditioneller Softwareanbieter angreifen könnten.

Analysten von Jefferies bewerten diese Abstrafung der Aktie als ungerechtfertigt, da ServiceNow seine Position als zentraler Treiber der KI-Transformation in Unternehmen gerade erst festigt. Dennoch nutzen nervöse Anleger derzeit selbst leichte Kurszielanpassungen als Grund für Gewinnmitnahmen.

Mit der für das zweite Quartal 2026 geplanten Markteinführung des ersten spezialisierten Level-1-Support-Agenten steht der nächste konkrete Meilenstein bereits fest. Erste interne Tests zeigen, dass dieser Agent Anfragen 99 Prozent schneller löst. Bis zu diesem Launch bleibt das Spannungsfeld zwischen exzellenten operativen Zahlen und der abstrakten Angst vor Branchen-Disruption der bestimmende Faktor für die Kursentwicklung.

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