ServiceNow Aktie: KI als Chance und Risiko
ServiceNow-CEO Bill McDermott sorgte diese Woche für Aufsehen — mit einer düsteren Prognose für den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig treibt das Unternehmen seine eigene KI-Expansion voran, zuletzt mit einer prominenten Partnerschaft mit Visa.
McDermotts Warnung und ihre Sprengkraft
Am 13. März erklärte McDermott im CNBC-Interview, die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen könnte „in den nächsten Jahren leicht in die Mitte der 30-Prozent-Marke steigen", weil „so viel der Arbeit von Agenten erledigt werden wird". ServiceNow selbst habe bereits 90 Prozent der Anwendungsfälle automatisiert, die früher von Menschen im Kundenservice übernommen wurden.
Die Aussagen treffen auf einen bereits angespannten Markt. Die Federal Reserve Bank of New York bezifferte die Arbeitslosenquote unter Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss zuletzt auf 5,7 Prozent — bei einer Unterbeschäftigungsquote von 42,5 Prozent. McDermotts Prognose klingt vor diesem Hintergrund weniger abstrakt.
Visa-Partnerschaft erschließt neues Terrain
Parallel zur öffentlichen Debatte macht ServiceNow konkrete Schritte in Richtung Finanzdienstleistungen. Gemeinsam mit Visa hat das Unternehmen eine KI-gestützte Plattform zur Bearbeitung von Zahlungsstreitigkeiten entwickelt. KI-Agenten übernehmen dabei Triage, Priorisierung und Dokumentation — auf Basis von Händlerdaten und historischen Mustern. Endgültige Entscheidungen treffen weiterhin menschliche Mitarbeiter.
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Den Bedarf untermauern Zahlen aus einer gemeinsamen Studie: Kartenaussteller schreiben im Schnitt 3,3 Millionen Dollar pro Jahr ab und investieren mehr als 360 Stunden jährlich in Prüfungsvorbereitung. Für ServiceNow bedeutet die Kooperation den Einstieg in einen regulierten, hochkomplexen Bereich — weit jenseits der angestammten IT- und HR-Workflows.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Das operative Geschäft zeigt sich robust. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Abonnementumsatz um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) stiegen um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar. Für 2026 erwartet ServiceNow einen Abonnementumsatz zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 20 Prozent — bei einer operativen Marge von 32 Prozent.
Der Aktienkurs spiegelt diese Stärke derzeit nicht wider. Im vergangenen Jahr schwankte die Aktie zwischen 98 und 211 Dollar. Jefferies argumentiert, ServiceNow werde durch Konkurrenzängste rund um KI zu Unrecht abgestraft. Truist sieht den Sektor-Rückgang weniger als Reaktion auf schwache Quartalszahlen, sondern als Ausdruck von Sorgen über den langfristigen Unternehmenswert — was KI-Narrative zunehmend zum entscheidenden Bewertungsfaktor macht.
ServiceNow steht damit vor einer klaren Herausforderung: Das Unternehmen muss zeigen, dass KI-Agentenerlöse das traditionelle sitzplatzbasierte Geschäftsmodell nicht nur ersetzen, sondern übertreffen. Das Partnernetzwerk mit über 2.700 Unternehmen weltweit sowie Kooperationen mit OpenAI, Microsoft und Anthropic legen die Grundlage — die Bewertung durch den Markt bleibt vorerst skeptisch.
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