ServiceNow hat Ende Januar die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt – und lieferte auf den ersten Blick starke Resultate. Der Umsatz kletterte im Schlussquartal um knapp 21 Prozent auf 3,57 Milliarden Dollar. Erstmals knackte der Software-Konzern die Marke von 10 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 0,92 Dollar über den Erwartungen der Analysten.

Dennoch sackte die Aktie nach der Veröffentlichung deutlich ab. Der Grund: Der Ausblick auf 2026 enttäuschte die hochgesteckten Erwartungen. Das Management prognostiziert ein Wachstum der Abonnement-Erlöse von rund 19,5 bis 20 Prozent. Einige Investoren hatten allerdings mit 22 Prozent gerechnet – eine Lücke, die für Ernüchterung sorgte.

Die Diskussion um autonome KI-Agenten

Der eigentliche Konflikt liegt tiefer. Ein Teil des Marktes fürchtet, dass autonome KI-Agenten – Software, die komplexe Prozesse ohne menschliches Zutun steuert – die Nachfrage nach klassischen Nutzerlizenzen schmälern könnte. ServiceNow sieht sich jedoch nicht als Verlierer dieser Entwicklung.

CEO Bill McDermott positionierte das Unternehmen im Earnings Call als „Kontrollzentrum" für genau diese KI-Agenten. Als Beleg verwies er auf das generative KI-Produkt Now Assist, das mit einem jährlichen Vertragswert von über 600 Millionen Dollar zum am schnellsten wachsenden Produkt in der Firmengeschichte avanciert ist.

Aktienrückkäufe und strategische Zukäufe

ServiceNow reagierte mit einem klaren Signal: Der Verwaltungsrat genehmigte im Januar ein neues Rückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar. Davon werden 2 Milliarden sofort in einem beschleunigten Rückkaufprogramm eingesetzt. Das Unternehmen nutzt seinen soliden freien Cashflow, um die Aktie zu stützen.

Parallel verstärkt ServiceNow sein Produktportfolio gezielt durch Übernahmen. Medienberichten zufolge hat der Konzern die Sicherheits- und Datenspezialisten Veza und Armis übernommen, um die Plattform für ein KI-geprägtes Umfeld auszubauen.

Kernzahlen Q4 2025

Kennzahl Wert Veränderung
Gesamtumsatz 3,57 Mrd. Dollar +20,7 %
Abonnement-Umsatz 3,47 Mrd. Dollar +21 %
Auftragsbestand (cRPO) 12,85 Mrd. Dollar +25 %
Bereinigtes EPS 0,92 Dollar +26 %

Die Bewertung der Aktie ist nach dem Kursrückgang deutlich attraktiver geworden. Entscheidend wird sein, ob Now Assist die hohe Wachstumsdynamik beibehält und ob ServiceNow seine These bestätigen kann, dass KI langfristig ein Wachstumstreiber ist. Die nächsten Quartalszahlen folgen voraussichtlich im April 2026 – dann werden auch die Effekte des neuen Rückkaufprogramms in der Aktienzahl sichtbar.

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