ServiceNow Aktie: KI-Ängste überlagern
ServiceNow liefert starke Quartalszahlen – doch die Aktie wird abgestraft. Trotz 20,5% Umsatzwachstum und angehobener Prognose verlor der Titel seit der Berichtssaison Mitte der 13,9%. Der Grund: Anleger fürchten, dass neue KI-Agenten wie Claude von Anthropic das traditionelle Software-Geschäft aushöhlen könnten. Am Freitag, den 6. Februar, schloss die Aktie bei 100,78 US-Dollar.
Zahlen überzeugen, Markt nicht
Im vierten Quartal 2025 übertraf ServiceNow die Erwartungen deutlich. Der Gesamtumsatz kletterte auf 3,57 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 20,5% gegenüber dem Vorjahr. Das Subscription-Geschäft, entscheidend für SaaS-Anbieter, legte um 21% auf 3,47 Milliarden zu. Beim bereinigten Gewinn je Aktie verzeichnete das Unternehmen einen Sprung um 26% auf 0,92 US-Dollar.
Doch diese Fundamentaldaten interessieren derzeit kaum. Analysten sprechen bereits von einer "SaaSpocalypse" – der Befürchtung, KI-Agenten könnten die platzbasierten Preismodelle klassischer Software-Anbieter obsolet machen. Während der Nasdaq 100 Anfang Februar rund 4,5% von seinen jüngsten Höchstständen verlor, traf es Software-Titel besonders hart.
Gegenwehr mit KI-Offensive
ServiceNow kontert die Skepsis mit konkreten Zahlen zur eigenen KI-Strategie. Die generative KI-Suite "Now Assist" erreichte einen jährlichen Vertragswert (ACV) von 600 Millionen US-Dollar. Bis Ende 2026 will das Management die Marke von einer Milliarde durchbrechen.
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Um den Vorsprung auszubauen, intensiviert der Konzern Partnerschaften mit Anthropic und Nvidia. Ziel ist die direkte Integration fortschrittlicher KI-Agenten in die Now Platform – als Mehrwert, nicht als Bedrohung. Mit verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) von 28,2 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 26,5%, verfügt ServiceNow über ein solides Auftragspolster.
Aktienrückkäufe signalisieren Zuversicht
Der Verwaltungsrat genehmigte zusätzliche fünf Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe. Zusammen mit den verbliebenen 1,4 Milliarden aus dem vorherigen Programm stehen damit rund 6,4 Milliarden zur Verfügung. Für das erste Quartal 2026 stellt ServiceNow Subscription-Erlöse zwischen 3,65 und 3,655 Milliarden in Aussicht – ein weiteres Wachstum von circa 21,5%.
Die Fundamentaldaten sprechen für das Geschäftsmodell. Ob die Börse das honoriert, hängt davon ab, wie schnell sich die Nervosität im Software-Sektor legt.
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