ServiceNow baut seine Branchenlösung für Versicherer aus – und setzt dafür auf eine neue integrierte Partnerschaft mit INSTANDA. Im Kern geht es um ein altbekanntes Problem: starre Altsysteme, die Produktstarts ausbremsen und Prozesse unnötig kompliziert machen. Kann die Kombination aus Workflow-Automation und No-Code-Policenverwaltung die Modernisierung spürbar beschleunigen?

  • Neue Partnerschaft: INSTANDA (heute angekündigt)
  • Ziel: schnellere Produktentwicklung und Digitalisierung in der Policenverwaltung
  • Technikansatz: INSTANDA-Produktdesign direkt in ServiceNow-Workflows nutzbar
  • Ergänzend: Zukauf von Pyramid Analytics zur Stärkung datengetriebener Funktionen

Partnerschaft: Workflow trifft No-Code

Die gemeinsame Lösung verbindet ServiceNow-Workflows mit INSTANDAs No-Code-Plattform für die Policenverwaltung. Versicherer sollen damit klassische, langwierige IT-Erneuerungszyklen umgehen können. Statt große Umbauten im Hintergrund anzustoßen, lassen sich Produkt- und Prozessanpassungen über flexible Design-Tools direkt in der Workflow-Umgebung abbilden.

Ziel ist auch, eine Lücke zu schließen: zwischen Frontoffice-Prozessen wie Kundenservice und Backoffice-Aufgaben rund um Policenverwaltung. Gerade in einem regulierten Umfeld wie der Versicherungsbranche kann das attraktiv sein, weil komplexe Abläufe stärker standardisiert und automatisiert werden.

Kontext: Pyramid-Analytics-Übernahme

Die Versicherungsallianz folgt nur wenige Tage nach einem weiteren Schritt: ServiceNow will Pyramid Analytics übernehmen, ein israelisches Unternehmen für Decision Intelligence und „generative“ Business Intelligence. Einen Kaufpreis nannte der Konzern nicht. Berichten zufolge soll Pyramid-Technologie in die Now Platform integriert werden.

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Der Fokus: Datenabfragen in natürlicher Sprache und daraus abgeleitete, handlungsorientierte Erkenntnisse. Das passt zur Positionierung rund um die „AI Control Tower“-Strategie und zielt darauf, Analytics auch für nicht-technische Nutzer zugänglicher zu machen.

Marktumfeld und Einordnung

Die Ankündigungen kommen in einem gemischten Umfeld für SaaS-Anbieter. Die Aktie legte in der vorherigen Handelssitzung (Freitag) um rund 3,6% zu, stand aber über das vergangene Jahr unter Druck. Hintergrund sind Sorgen von Investoren, wie stark generative KI klassische, nutzerbasierte Lizenzmodelle („Seats“) in Software verändern könnte.

Das Management setzt dem sichtbar eine Gegenbotschaft entgegen: KI soll nicht verdrängen, sondern Workflows aufwerten. Sowohl der geplante Ausbau von Analytics-Funktionen über Pyramid als auch die branchenspezifische Lösung für Versicherer zielen darauf, den Nutzen von KI in operativen Prozessen konkret zu verankern.

Im Fokus dürften damit kurzfristig zwei Punkte stehen: die Umsetzung der INSTANDA-Integration in realen Versicherungsprozessen – und wie schnell Pyramid-Funktionen in der Now Platform produktiv ankommen.

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