ServiceNow Aktie: Profis greifen zu
Die Aktie des Software-Unternehmens hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Ein Kursverlust von fast 50 Prozent zeugt von der tiefsitzenden Angst der Anleger vor einer Disruption durch Künstliche Intelligenz. Doch während der breite Markt flüchtet, nutzen institutionelle Schwergewichte die niedrigen Kurse für einen massiven Einstieg. Ist die Panik überzogen?
Hier die Faktenlage im Überblick:
* Kursentwicklung: Schlusskurs am Freitag bei 107,08 USD (+3,67 %)
* Jahresbilanz: Minus 46 % über die letzten 12 Monate
* Institutionelles Signal: Renaissance Group erhöht Anteile um über 400 %
Wette gegen den Strom
Die am 13. Februar veröffentlichten 13F-Filings der US-Börsenaufsicht offenbaren eine bemerkenswerte Transaktion. Die Renaissance Group, bekannt für ihre computergestützten Anlagestrategien, hat ihre Position bei ServiceNow im letzten Quartal mehr als vervierfacht. Dieser aggressive Zukauf erfolgt inmitten eines breiten Ausverkaufs im Software-Sektor und deutet auf eine klare Wette gegen den vorherrschenden Markttrend hin.
Offenbar bewerten die Algorithmen des Hedgefonds das Unternehmen nicht als Verlierer, sondern als Nutznießer der KI-Transformation. ServiceNow wird hierbei in eine Reihe mit anderen Tech-Werten gestellt, die von der Modernisierung der Unternehmens-IT profitieren dürften.
Analysten bleiben optimistisch
Rückenwind erhält diese Einschätzung von der Investmentbank Goldman Sachs. Die Analysten nahmen den Titel im Februar auf ihre "US Conviction List" auf und bestätigten die Kaufempfehlung. Sie trauen dem Konzern zu, bis 2029 jährlich um 20 Prozent zu wachsen, indem er neue Geschäftsfelder erschließt.
Auch Truist hält an seiner positiven Einschätzung fest. Die Experten argumentieren, dass der aktuelle Druck auf die Aktie weniger auf fundamentalen Schwächen basiert, sondern auf der Stimmungslage der Investoren, die den langfristigen Wert von Software-Titeln derzeit pauschal infrage stellen.
Umfeld voller Skepsis
Trotz dieser Vertrauensbeweise bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Seit Jahresbeginn haben Leerverkäufer im Software-Sektor Gewinne in Milliardenhöhe erzielt, getrieben von der Sorge, dass generative KI traditionelle Geschäftsmodelle obsolet macht. Die Aktie notiert mit gut 107 US-Dollar weit entfernt von ihrem 52-Wochen-Hoch bei über 211 US-Dollar.
Das Unternehmen steuert operativ gegen diese Narrative. Eine neue Partnerschaft mit der Beratungsfirma Kearney soll die Umsetzung von KI-Projekten bei Kunden beschleunigen. Zudem wurde mit Danielle Fontaine eine neue Chefbuchhalterin ernannt, um die finanzielle Führung zu stärken. Die Diskrepanz zwischen der Bewertung durch Großinvestoren wie Renaissance und der aktuellen Marktstimmung ist offensichtlich – die kommenden Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob die Profis mit ihrem antizyklischen Einstieg richtig liegen.
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