Die Allianz sendet zum Wochenstart gemischte Signale an den Markt. Während die Tochtergesellschaft Allianz Trade vor steigenden Risiken in wichtigen Exportmärkten warnt, liefert Deutsche Bank Research konkrete und durchaus positive Prognosen für die anstehende Bilanzvorlage. Für Anleger stellt sich die Frage: Überwiegen die makroökonomischen Warnsignale oder die Aussicht auf eine stabile Dividende?

Länderrisiken nehmen zu

Die Allianz-Tochter Allianz Trade veröffentlichte heute ihren „Country Risk Atlas 2026“. Trotz eines global positiven Trends enthält der Bericht Wermutstropfen für die deutsche Wirtschaft: Mit Frankreich, Belgien und den USA wurden drei zentrale Handelspartner von der Note „AA1“ auf „A1“ herabgestuft.

Zwar deutet die Bewertung weiterhin auf ein niedriges Gesamtrisiko hin, doch die Analysten sehen mittelfristige Belastungsfaktoren. In den USA werden insbesondere die schwachen öffentlichen Finanzen und Leistungsbilanzdefizite kritisch gesehen. Für Allianz Trade-CEO Aylin Somersan Coqui durchläuft die Weltwirtschaft derzeit eine der turbulentesten Phasen seit Jahrzehnten, geprägt von strukturellen Veränderungen durch KI und geopolitische Spannungen.

Analysten konkretisieren Erwartungen

Ungeachtet der makroökonomischen Warnrufe richtet sich der Fokus der Finanzmärkte auf die operative Entwicklung des Mutterkonzerns. Deutsche Bank Research hat die Einstufung für die Allianz-Aktie heute auf „Hold“ mit einem Kursziel von 400 Euro bestätigt.

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Analyst Kailesh Mistry lieferte dabei konkrete Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Er rechnet mit einem operativen Konzerngewinn von 17,5 Milliarden Euro. Besonders interessant für Einkommensinvestoren ist die Dividendenschätzung: Mistry erwartet einen Vorschlag von 17,65 Euro je Aktie sowie Aktienrückkäufe im Volumen von 1,7 Milliarden Euro.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Länderrating: Herabstufung von USA, Frankreich und Belgien durch Allianz Trade.
  • Kursziel: Deutsche Bank bestätigt 400 Euro („Hold“).
  • Gewinnprognose 2025: 17,5 Mrd. Euro operativ erwartet.
  • Dividende: Schätzung liegt bei 17,65 Euro je Aktie.

Nach einer schwächeren Vorwoche, in der das Papier unter die 50-Tage-Linie rutschte, reagierte der Kurs am Montagvormittag positiv und legte um gut 1,3 Prozent auf rund 372,60 Euro zu.

Der 26. Februar 2026 wird nun zum entscheidenden Datum für die weitere Kursentwicklung. Wenn der Konzern bei der Vorlage der vorläufigen Ergebnisse die Dividendenerwartungen bestätigt und einen robusten Ausblick auf das laufende Jahr gibt, könnte dies die jüngste charttechnische Scharte auswetzen.

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