Altria liefert solide Gewinne, aber das Umfeld bleibt knifflig. Während das Management für 2026 wieder Wachstum beim Ergebnis je Aktie in Aussicht stellt, drücken sinkende Zigarettenabsätze und ein teurer Dämpfer im E‑Vapor-Geschäft auf die Story. Entscheidend ist jetzt: Wie schnell zahlt sich der Umbau Richtung „smoke-free“ wirklich aus?

Zahlen: Gewinn rauf, Umsatz runter

Die am 29. Januar veröffentlichten Ergebnisse zeigen ein bekanntes Spannungsfeld. Im vierten Quartal 2025 sanken die um Verbrauchsteuern bereinigten Erlöse leicht um 0,5% auf 5,08 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) lag bei 1,30 US-Dollar – unverändert zum Vorjahr und laut Bericht leicht unter den Analystenerwartungen.

Auf Jahressicht sieht das Bild etwas freundlicher aus: Das bereinigte EPS stieg 2025 auf 5,42 US-Dollar und damit um 4,4% gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig gingen die Nettoerlöse jedoch um 1,5% auf rund 20,14 Mrd. US-Dollar zurück. Unterm Strich: Der Gewinn wächst, aber nicht, weil das Geschäft insgesamt Rückenwind hat.

Wo es hakt: Volumenrückgang und Abschreibung

Ein wesentlicher Bremsklotz bleibt das Kerngeschäft. Die inländischen Zigaretten-Auslieferungsvolumina fielen im vierten Quartal um 7,9% – ein deutlicher Rückgang, der zeigt, wie stark der strukturelle Gegenwind in der Kategorie ist.

Auch im Bereich Oral Tobacco gab es keinen klaren Lichtblick: Bei den on! Nikotinbeuteln sank der Marktanteil in der gesamten US-Oral-Tobacco-Kategorie im vierten Quartal um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.

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Besonders ins Gewicht fiel zudem eine nicht zahlungswirksame Wertminderung: Altria verbuchte im vierten Quartal eine Abschreibung von 1,3 Mrd. US-Dollar im Zusammenhang mit dem E‑Vapor-Geschäft. Das ist zwar kein unmittelbarer Cash-Abfluss, zeigt aber, dass Erwartungen in diesem Bereich nach unten angepasst wurden.

Wichtige Punkte aus dem Update:
- Q4-Nettoerlöse: 5,08 Mrd. USD (-0,5% YoY)
- Q4 bereinigtes EPS: 1,30 USD (flat YoY; leicht unter Erwartungen)
- Zigarettenvolumen (USA) im Q4: -7,9%
- Wertminderung E‑Vapor: 1,3 Mrd. USD (nicht zahlungswirksam)

Ausblick 2026: Wachstum – eher zweite Jahreshälfte

Für 2026 peilt Altria ein bereinigtes EPS von 5,56 bis 5,72 US-Dollar an. Das entspräche – ausgehend von 2025 – einem Plus von 2,5% bis 5,5%. Auffällig: Das Unternehmen erwartet das stärkere Wachstum ausdrücklich in der zweiten Jahreshälfte.

Parallel hält Altria den Fokus auf Ausschüttungen hoch. 2025 flossen insgesamt 8 Mrd. US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück; allein für Rückkäufe wurden 17,1 Mio. Aktien für 1 Mrd. US-Dollar erworben. Ende Dezember waren noch 1 Mrd. US-Dollar im laufenden Rückkaufprogramm übrig, das bis Ende 2026 laufen soll.

An der Börse spiegelt sich das gemischte Bild in einem eher zähen Momentum: Am Freitag schloss die Aktie bei 60,30 US-Dollar und liegt damit rund 5,3% unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von Ende Januar. Für die kommenden Quartale wird damit vor allem zählen, ob sich die in Aussicht gestellte Ergebnisdynamik in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich materialisiert – und ob die „smoke-free“-Prioritäten messbar mehr Stabilität in die operativen Trends bringen.

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