Nach dem jüngsten Kursrutsch geht der Walldorfer Softwarekonzern in die Offensive. Mit einem gewaltigen Rückkaufprogramm will das Management das erschütterte Vertrauen der Anleger zurückgewinnen und den Aktienkurs stabilisieren. Doch reicht diese finanzielle Kraftanstrengung aus, um die strukturellen Sorgen im Cloud-Geschäft nachhaltig zu zerstreuen?

  • Aktueller Kurs: 178,28 €
  • Entwicklung 7 Tage: +6,75 %
  • Maßnahme: Aktienrückkauf bis zu 10 Mrd. Euro
  • Abstand 52-Wochen-Hoch: -36,42 %

Enttäuschung trotz Rekorden

Auslöser für die jüngste Talfahrt waren paradoxerweise Rekordzahlen. Zwar lieferte SAP für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 starke Ergebnisse, doch der Ausblick auf den "Current Cloud Backlog" verfehlte die hohen Erwartungen des Marktes. Diese Kennzahl ist für Investoren essenziell, da sie die vertraglich gesicherten Cloud-Umsätze der kommenden zwölf Monate abbildet und somit als wichtigster Indikator für künftiges Wachstum gilt.

Die Reaktion der Anleger fiel Ende Januar deutlich aus: Die Aktie geriet massiv unter Druck und markierte am 29. Januar 2026 bei 164,62 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Der Kursverlust von über 16 Prozent auf Monatssicht verdeutlicht, wie nervös der Markt auf Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung im Kerngeschäft reagiert.

Management steuert gegen

Um diesem Vertrauensverlust entgegenzuwirken, greift die Konzernführung nun tief in die Kasse. Ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro über die nächsten zwei Jahre soll den Kurs stützen. Diese Maßnahme zeigt erste Wirkung: In den letzten sieben Tagen konnte sich das Papier um gut 6,75 Prozent erholen und notiert aktuell bei 178,28 Euro.

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Marktbeobachter werten diesen Schritt als klares Signal der Stärke. Das Management demonstriert damit seine Überzeugung, dass der aktuelle Börsenwert die langfristigen Perspektiven des Unternehmens nicht adäquat widerspiegelt.

KI-Strategie auf dem Prüfstand

Die Skepsis der Investoren beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Auftragsbestand. Im aktuellen Marktumfeld hinterfragen Anleger kritisch, wie Technologieunternehmen ihre Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu Geld machen. Es besteht die Sorge, dass KI für etablierte Softwareanbieter wie SAP nicht nur ein Wachstumstreiber ist, sondern auch bestehende Geschäftsmodelle kannibalisieren könnte.

Die Stabilisierung der Aktie ist technisch noch fragil. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 227,91 Euro bleibt beträchtlich. Für eine nachhaltige Trendwende muss SAP in den kommenden Quartalen beweisen, dass die KI-Integration die Profitabilität im Cloud-Bereich tatsächlich steigert und nicht nur Kosten verursacht. Das Rückkaufprogramm erkauft dem Konzern hierfür wertvolle Zeit.

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