SAP Aktie: Investoren-Informationen heute
Die SAP-Aktie ist mit einem Minus von über 15 Prozent der schwächste DAX-Wert des laufenden Jahres. Inmitten dieser deutlichen Korrektur startet der Walldorfer Konzern nun die erste Stufe seines angekündigten Aktienrückkaufprogramms. Kann diese kapitalintensive Maßnahme das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen, oder wiegen die Sorgen um die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell schwerer?
Die Fakten auf einen Blick:
- Rückkaufvolumen: Erste Tranche bis zu 2,6 Mrd. Euro (Gesamtprogramm: 10 Mrd. Euro).
- Laufzeit: Erste Tranche bis Juli 2026, Gesamtprogramm bis Ende 2027.
- Aktueller Kurs: 170,88 € (Stand: 06.02.2026).
- Performance 2026: -15,38 % seit Jahresanfang.
- Cloud-Umsatz 2025: 21,02 Mrd. Euro (+26 % währungsbereinigt).
Startschuss für das Milliardenprogramm
Am gestrigen Donnerstag hat SAP offiziell die erste Tranche seines umfangreichen Aktienrückkaufprogramms begonnen. Bis zum 27. Juli 2026 plant der Softwaregigant, eigene Anteile im Wert von bis zu 2,6 Milliarden Euro über die Börse zu erwerben. Dies ist Teil einer langfristigen Strategie: Bis Ende 2027 sollen insgesamt bis zu 10 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückfließen.
Diese Maßnahme kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Mit einem aktuellen Kurs von 170,88 Euro notiert das Papier nur noch knapp über dem 52-Wochen-Tief von 164,62 Euro. Der massive Abstand von rund 39 Prozent zum 52-Wochen-Hoch verdeutlicht die Skepsis, die dem Titel momentan entgegenschlägt.
Diskrepanz zwischen Zahlen und Stimmung
Die jüngste Talfahrt der Aktie steht in einem bemerkenswerten Kontrast zu den fundamentalen Daten. Die Ende Januar vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigten eigentlich ein robustes operatives Bild. Das Betriebsergebnis verdoppelte sich auf 9,83 Milliarden Euro, und der Free Cashflow sprang auf 8,24 Milliarden Euro.
Dennoch reagierten Marktteilnehmer enttäuscht. Stein des Anstoßes war insbesondere das sogenannte "Current Cloud Backlog", also der Auftragsbestand in der Cloud. Dieser wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten knapp. In einem nervösen Marktumfeld reichte diese minimale Verfehlung, um eine Verkaufswelle auszulösen.
KI-Sorgen belasten den Sektor
Hinter dem Kursrutsch von 18 Prozent in den letzten 30 Tagen steckt jedoch mehr als nur eine Kennzahl. Der gesamte Software-Sektor steht unter Beobachtung. Investoren treibt die Sorge um, dass generative Künstliche Intelligenz (KI) traditionelle Software-Geschäftsmodelle schneller disruptieren könnte als erwartet. Die Angst vor sinkenden Margen und neuer Konkurrenz lastet schwer auf der Bewertung.
SAP versucht, diese Narrative aktiv zu drehen. Der Konzern betont, dass KI kein Risiko, sondern ein Wachstumstreiber sei. Zwei Drittel der Cloud-Aufträge im vierten Quartal enthielten bereits Komponenten der "SAP Business AI". Zudem soll der interne Einsatz von KI bis Ende 2028 Effizienzgewinne von jährlich rund 2 Milliarden Euro realisieren.
Fazit
Das Management setzt mit dem Start des Rückkaufs ein klares finanzielles Zeichen gegen die vorherrschende Marktstimmung. Während die fundamentale Bewertung nach dem Kursrückgang wieder attraktiver erscheint, benötigt die Aktie für eine nachhaltige Trendwende mehr als nur eigene Käufe. Erst wenn der Markt die KI-Strategie von SAP als profitablen Wachstumspfad und nicht als Existenzrisiko bewertet, dürfte der Boden bei der Aktie endgültig gefunden sein.
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