E.ON Aktie: Düstere Vorhersagen?
Die Rally hat E.ON in Reichweite des bisherigen Analystenziels getragen – und genau das verändert jetzt den Blick auf die Aktie. Berenberg zieht die Reißleine und stuft von „Buy“ auf „Hold“ zurück. Im Kern geht es weniger um die operative Stärke, sondern um eine große Unbekannte: den künftigen Regulierungsrahmen in Deutschland.
Herabstufung: Kursziel fast erreicht, Risiko bleibt
Berenberg begründet die Abstufung damit, dass das Kurspotenzial aus ihrer Sicht weitgehend ausgeschöpft ist. Bei einem aktuellen Kurs von 17,86 Euro liegt die Aktie nur noch knapp unter dem im Quelltext genannten Kurszielbereich – und nach der starken Entwicklung der vergangenen 12 Monate (+54,14%) wirkt der Titel aus Analystensicht anfälliger für Enttäuschungen.
Der Knackpunkt: Regulatorische Unsicherheit. Für E.ON sind stabile Renditevorgaben entscheidend, weil ein großer Teil des Ergebnisses aus dem Netzgeschäft stammt.
Wichtige Punkte aus der Berenberg-Einschätzung:
- Abstufung von „Buy“ auf „Hold“ wegen begrenztem Restpotenzial und Regulierungsrisiken
- Fokus auf Deutschland: Verteilnetze und deren Renditeparameter als zentraler Treiber
- Finale Festlegung von Eigen- und Fremdkapitalkosten laut Einschätzung erst 2026 bis 2028 erwartet
Netzausbau: Rückenwind – aber mit Fragezeichen
E.ON ist laut Quelltext stark im deutschen Verteilnetzmarkt positioniert und finanziell in der Lage, Investitionen auszuweiten. Berenberg verweist dabei auf zusätzlichen Bilanzspielraum sowie das bestehende Investitionsziel für die Jahre 2024 bis 2028, mit einem großen Deutschland-Anteil.
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Doch was nützt Investitionsfähigkeit, wenn die Renditen später niedriger ausfallen als erhofft? Genau hier liegt die Unsicherheit: Die Bundesnetzagentur hat im Dezember zwar Veröffentlichungen vorgelegt, die Verbesserungen andeuten. Trotzdem sollen entscheidende Parameter – etwa zur endgültigen Ermittlung der Kapital- und Effizienzvorgaben – nach Einschätzung der Analysten erst deutlich später klar sein.
Passend dazu erwartet Berenberg für 2026 einen vorübergehenden Rückgang bei EBITDA und Nettoergebnis, unter anderem wegen steigender Netzkosten. Entsprechend wurden die Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 im Quelltext leicht nach unten angepasst.
Nebenkriegsschauplatz Großbritannien
Parallel taucht E.ON im Quelltext als möglicher Interessent für das britische Retailgeschäft von Ovo auf. Berichten zufolge spricht Ovo auch mit Engie und EDF; die Einheit könnte demnach mehr als 400 Millionen Pfund wert sein. Konkrete Schritte oder ein bestätigtes Gebot nennt der Quelltext allerdings nicht – es bleibt vorerst ein Marktgerücht mit begrenzter Aussagekraft für die Bewertung.
Zum Handel am Dienstag zeigt sich die Aktie derweil stabil bis leicht schwächer: Gegenüber dem gestrigen Schlusskurs (17,98 Euro) liegt sie minimal darunter, während sie auf 30 Tage gesehen klar im Plus ist (+5,93%).
Unterm Strich passt die Berenberg-Abstufung zur Lage: Nach dem starken Lauf rückt weniger die Wachstumsstory in den Vordergrund, sondern der Zeitraum 2026 bis 2028, in dem die wichtigsten regulatorischen Rendite- und Kostenparameter laut Analysten erst final festgezurrt werden.
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