SAP investiert bis zu 10 Milliarden Euro in den Rückkauf eigener Aktien – das größte Programm dieser Art in der Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig kämpft der Kurs mit einem Abstand von über 36 Prozent zum Jahreshoch. Die Frage dahinter: Reichen starke Zahlen und Kapitalrückflüsse, um das verlorene Momentum zurückzugewinnen?

Starke Bilanz, verhaltene Reaktion

Das Geschäftsjahr 2025 verlief operativ solide. Der Cloud-Umsatz kletterte um 23 Prozent auf 21,02 Milliarden Euro, der Gesamtumsatz erreichte 36,80 Milliarden Euro. Der Free Cashflow verdoppelte sich nahezu auf 8,24 Milliarden Euro, der operative Gewinn (Non-IFRS) stieg um 28 Prozent auf 10,42 Milliarden Euro.

Doch der Markt konzentrierte sich auf ein Detail: Das Cloud-Backlog-Wachstum lag im vierten Quartal bei 25 Prozent – knapp unter den erwarteten 26 Prozent. Diese kleine Lücke genügte, um die Stimmung zu drehen. Seit der Vorlage der Jahreszahlen am 29. Januar steht der Titel unter Druck.

Für 2026 peilt SAP einen Cloud-Umsatz zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an. Der Free Cashflow soll bei rund 10 Milliarden Euro landen. Solide Ziele – aber eben auch keine Überraschungen nach oben.

KI-Integration schreitet voran

Mit dem Cloud ERP Private 2025 FPS1 Release baut SAP die KI-Funktionen in seinem ERP-System weiter aus. Im Zentrum steht Joule, die KI-Assistenz des Konzerns, die natürlichsprachliche Interaktionen ermöglicht und Anwender durch komplexe Prozesse führen soll.

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Ein neuer Cash Management Agent übernimmt dabei zeitintensive Aufgaben im Finanzbereich: Kontoauszüge prüfen, Eröffnungssalden validieren, Cashflow-Prognosen vorbereiten. Ziel ist es, fragmentierte Finanzdaten schneller nutzbar zu machen und Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen.

Für Branchen wie Einzelhandel und Dienstleistungen liefert SAP zudem vorkonfigurierte Datensätze, abgestimmt auf die Business Data Cloud. Der Fokus liegt auf schnellerer Verfügbarkeit ohne lange Transformationsprozesse.

Dividende und Rückkauf als Signal

Parallel zum operativen Geschäft setzt SAP auf Kapitalrückflüsse. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor, zahlbar am 8. Mai. Die Dividendenpolitik zielt auf mindestens 40 Prozent des Non-IFRS-Gewinns nach Steuern ab – eine Quote, die SAP seit 25 Jahren ohne Kürzung hält.

Das neue Aktienrückkaufprogramm läuft über zwei Jahre bis Ende 2027 und hat ein Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Es ist die bislang größte Initiative dieser Art bei SAP und soll Vertrauen in die eigene Bewertung signalisieren.

Zacks Research stufte SAP Anfang März von "Strong Buy" auf "Hold" herab. Keine Fundamentalkrise, aber ein Hinweis darauf, dass der Markt erst weitere Bestätigungen sehen will.

Nächster Datenpunkt: 23. April

Am 23. April folgen die Zahlen zum ersten Quartal 2026. Anleger werden vor allem auf die Cloud-Kennzahlen und den Auftragsbestand achten. Kann SAP die vorsichtigeren Erwartungen mit belastbaren Signalen nach oben korrigieren, dürfte sich die Stimmung drehen. Bleibt das Cloud-Momentum hingegen verhalten, könnte der Titel weiter unter seinen gleitenden Durchschnitten verharren.

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