SAP Aktie: Dividende ohne Wirkung
Der Softwarekonzern SAP schüttet mehr Geld an seine Aktionäre aus als je zuvor und kauft im großen Stil eigene Anteile zurück. Diese eigentlich positiven Signale prallen am Kapitalmarkt derzeit völlig ab. Stattdessen markierten die Papiere der Walldorfer am gestrigen Donnerstag bei 159,78 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Auf der Hauptversammlung im Mai steht die sechste Dividendenanhebung in Folge auf dem Programm. Die geplante Ausschüttung von 2,50 Euro je Anteilsschein wird von einem massiven Aktienrückkaufprogramm flankiert. Bis Ende 2027 will das Management eigene Papiere im Wert von bis zu zehn Milliarden Euro erwerben. Die erste Tranche dieses Vorhabens läuft bereits auf Hochtouren.
Makroökonomischer Gegenwind
Diese milliardenschweren Stützungsmaßnahmen verfehlen bislang ihre Wirkung. Verantwortlich für den anhaltenden Kursrückgang ist ein tief verunsicherter Gesamtmarkt. Unsicherheiten über den zukünftigen Zinspfad der US-Notenbank sowie steigende Öl- und Gaspreise belasten das Sentiment erheblich. SAP kann sich der allgemeinen Ausverkaufsstimmung im Softwaresektor nicht entziehen, zumal Investoren nach leicht verfehlten Cloud-Zielen in der jüngeren Vergangenheit spürbar skeptisch agieren.
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Neuer Vorstandsbereich und Cloud-Wachstum
Um intern gegenzusteuern, ordnet SAP seine Führungsetage neu. Ab dem 1. April bündelt der neu geschaffene Vorstandsbereich „Customer Value Group“ unter der Leitung von Thomas Saueressig den Vertrieb, die Bereitstellung und den Support. Auf fundamentaler Ebene liefert das Unternehmen parallel durchaus Argumente für die strategische Ausrichtung. Der Auftragsbestand im wichtigen Cloud-Geschäft wuchs zuletzt um 30 Prozent auf 77,3 Milliarden Euro.
Analysten werten die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Aktienkurs mehrheitlich als Kaufchance. Mit 25 von 29 positiven Empfehlungen genießt der Titel starken Rückhalt an der Wall Street. Solange das Umfeld jedoch von Zins- und Inflationssorgen dominiert wird, dürfte die fundamentale Bewertung mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23,5 für das Jahr 2026 vorerst in den Hintergrund rücken.
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