Infineon liefert künftig Siliziumkarbid-Chips an den Solid-State-Transformer-Spezialisten DG Matrix — für den Einsatz in Stromversorgungssystemen von KI-Rechenzentren. Die Meldung vom 24. März kam gut an: Am Folgetag legte die Aktie um 3,5 Prozent zu.

Was Solid-State-Transformatoren mit KI zu tun haben

Solid-State-Transformer ersetzen klassische Kupfer- und Eisentransformatoren durch halbleiterbasierte Lösungen. Sie sind bis zu 14-mal kleiner und 40-mal leichter als konventionelle Geräte — und lassen sich deutlich schneller installieren. Für KI-Rechenzentren, die direkt aus dem Mittelspannungsnetz versorgt werden müssen, ist das ein erheblicher Vorteil.

DG Matrix integriert Infineons SiC-Technologie der neuesten Generation in seine Interport-Plattform. Infineon erwartet, dass das globale Halbleitermarktvolumen für Solid-State-Transformer bis in fünf Jahren auf bis zu eine Milliarde US-Dollar anwächst. Beide Unternehmen planen, ihre Produkt-Roadmaps für SiC-Bauteile der nächsten Generation gemeinsam weiterzuentwickeln.

Fünf Milliarden Euro für Dresden

Der Zeitpunkt der Kooperation ist kein Zufall. CEO Jochen Hanebeck hat angekündigt, die neue Smart Power Fab in Dresden bereits im Sommer 2026 zu eröffnen — die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte mit einem geplanten Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Euro. Das Werk soll genau die Technologien produzieren, die für energieeffiziente KI-Infrastruktur gebraucht werden.

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Kurzfristig belasten die Investitionsausgaben von 2,7 Milliarden Euro den freien Cashflow. Langfristig sichert sich Infineon damit Kapazitäten, die bei steigender Nachfrage schwer zu ersetzen sind.

Quartalszahlen am 6. Mai als nächster Test

Trotz des gestrigen Kursrückgangs von gut zwei Prozent liegt die Aktie auf Jahressicht rund 15 Prozent im Plus. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 37,17 Euro fungiert dabei als technische Unterstützung.

Am 6. Mai legt Infineon seine Quartalszahlen vor. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 15,9 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2026 — ein Plus von knapp sieben Prozent. Beim Nettogewinn erwarten 28 Analysten im Schnitt 2,1 Milliarden Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Ob die KI-Auftragseingänge und die Margenentwicklung diese Erwartungen stützen, wird der Bericht Anfang Mai zeigen.

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