SAP meldet am 29. Januar die Q4-Zahlen – doch kurz zuvor stürzt die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief. Paradox: Während der Kurs nachgibt, erhöhen Analysten ihre Prognosen. Eine strategische KI-Partnerschaft mit Syngenta und positive Vorzeichen aus dem Vertrieb könnten die Wende bringen.

Die wichtigsten Fakten:
- Aktie fiel am Freitag auf 232 USD – tiefster Stand seit 52 Wochen
- Analysten erwarten Cloud-Backlog-Wachstum von 27% (Konsens: 26%)
- Q4-Zahlen am 29. Januar könnten für Überraschung sorgen
- Neue Syngenta-Partnerschaft erschließt Agrarmarkt

Verkaufsdruck trotz optimistischer Analysteneinschätzungen

Die SAP-Aktie steht unter Druck. Am Freitag rutschte der Kurs zeitweise auf 231,91 USD, bevor er bei 232,40 USD schloss. An der Frankfurter Börse gab der Titel um 3,4% auf 206,10 EUR nach. Die technische Lage ist angespannt: Der Kurs notiert deutlich unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten.

Doch führende Investmentbanken sehen die Situation anders. Morgan Stanley und Bank of America bekräftigten ihre Kaufempfehlungen. Adam Wood von Morgan Stanley wertet die Risiken vor den Quartalszahlen als "nach oben geneigt". Seine Begründung: Interne Überprüfungen der Vertriebskanäle deuten auf ein Cloud-Backlog-Wachstum von 27% hin – oberhalb der Markterwartung.

Der Analysten-Konsens mit 15 Kaufempfehlungen und nur einer Halte-Empfehlung spiegelt diese Zuversicht. Das durchschnittliche Kursziel von 280 USD impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 20%.

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Syngenta-Deal erschließt Milliardenmarkt

Am 15. Januar verkündete SAP eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Agrochemie-Konzern Syngenta. Die Kooperation bringt KI-Lösungen in alle Geschäftsbereiche des Schweizer Unternehmens – von der Produktion über die Lieferkette bis zu Anwendungen für Landwirte.

Die Bedeutung geht über eine klassische Software-Lizenz hinaus. Syngenta ist in über 90 Ländern aktiv und bedient einen Sektor, der bis 2050 zehn Milliarden Menschen ernähren muss. SAP-CTO Philipp Herzig bezeichnet die Transformation als "Maßstab für digitale Innovation in der Landwirtschaft".

Für SAP erweitert der Deal das adressierbare Marktpotenzial im Agrarsektor erheblich. Die Partnerschaft umfasst Cloud-ERP-Lösungen, die Business Data Cloud sowie KI-Tools wie den Joule-Copiloten.

Q4-Zahlen als Weichenstellung

Die Frage lautet: Können die Zahlen am 29. Januar die Skeptiker überzeugen? CEO Christian Klein deutete zuletzt auf "drei bis vier Mega-Transaktionen" hin, die den Wert der KI-Strategie beweisen würden. Gleichzeitig warnte er vor voreiligen Schlüssen: "Ist dieses Quartal eingetütet? Nein."

Die erhöhte Aktivität bei Put-Optionen – rund 136% über dem normalen Volumen – zeigt, dass sich Investoren gegen kurzfristige Kursrisiken absichern. Wood von Morgan Stanley hält dagegen: Bereits die Konversion von ein bis zwei Mega-Deals würde ausreichen, um die Erwartungen zu übertreffen.

Die fundamentalen Daten sprechen für SAP. Im dritten Quartal übertraf der Konzern mit einem Gewinn von 1,86 USD je Aktie die Prognosen deutlich. Der Umsatz wuchs um 7,2% auf 10,65 Milliarden USD. Die Nettomarge liegt bei 19,5%, die Eigenkapitalrendite bei 15,7%.

Mit den Q4-Zahlen am 29. Januar steht die Weichenstellung an. Bestätigen sich die positiven Signale aus dem Vertrieb, dürfte die aktuelle Schwäche eine Kaufgelegenheit darstellen.

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