SAP zeigt operativ weiter Stärke – und trotzdem wirkt die Börse unbeeindruckt. Heute sollte ausgerechnet ein Auftritt auf der Morgan Stanley TMT Conference in San Francisco helfen, die Story zu schärfen. Doch der Kernkonflikt bleibt: Wann wird SAP Künstliche Intelligenz spürbar in Umsatz und Auftragseingang übersetzen?

Der Markt wartet auf klare Signale zur Cloud-Roadmap und zur KI-Monetarisierung. Genau dort sitzt seit Monaten die Skepsis.

Konferenzauftritt: Erwartungen an KI und Cloud

Im „Fireside Chat“ trat heute SAP-Vorstand Muhammad Alam als Unternehmensvertreter auf. Im Mittelpunkt standen technologische Themen wie KI, Cloud Computing und ERP-Innovation.

Aus Investorensicht war die Agenda klar: weniger Buzzwords, mehr konkrete Hinweise, wie sich KI-Angebote kommerziell niederschlagen sollen. Hintergrund ist, dass Zweifel am Tempo der Transformation zuletzt immer wieder auf die Bewertung durchschlugen.

Operativ stark – Kurs bleibt nah am Tief

Die Zahlen für 2025 liefern eigentlich Rückenwind: Der Cloud-Umsatz stieg um 26%, das IFRS-Betriebsergebnis kletterte auf 9,83 Mrd. Euro. Für 2026 stellt SAP weiteres Wachstum in Aussicht, darunter einen Cloud-Umsatz von 25,8 bis 26,2 Mrd. Euro (in konstanten Währungen) sowie rund 10 Mrd. Euro Free Cashflow.

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Trotzdem bleibt die Aktie charttechnisch angeschlagen. Mit 168,80 Euro liegt sie nur knapp über dem 52‑Wochen‑Tief von 166,66 Euro – und deutlich unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 186,72 Euro. Das passt zum größeren Bild: Auf 12‑Monats‑Sicht steht ein Minus von 36,98% zu Buche.

Der konkrete Auslöser für die Nervosität liegt im vierten Quartal 2025: Der Cloud-Auftragsbestand verfehlte die Erwartungen. Seitdem steht weniger die Frage nach dem „Ob“ des Cloud-Wachstums im Raum, sondern nach der Verlässlichkeit der nächsten Wachstumsschritte.

Rückkauf, Dividende – und weitere Baustellen

SAP setzt parallel auf Kapitalmaßnahmen, um Vertrauen zu stabilisieren: Ein zweijähriges Aktienrückkaufprogramm über bis zu 10 Mrd. Euro ist angekündigt, für 2025 steht zudem eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie im Raum.

Strategisch gab es zuletzt ebenfalls Signale: Mit dem Investment in Avelios Medical bereitet SAP den Rückzug aus dem klassischen Krankenhaus-IT-Geschäft (IS‑H) bis 2030 vor. Außerdem dient die Cloud-Migration des FC Bayern München auf „RISE with SAP“ als prominente Referenz – inklusive großer Datenbestände und ausgewiesener Verfügbarkeit.

Belastend bleibt daneben das EU-Verfahren: SAP bestätigte im September 2025 ein förmliches Verfahren der Europäischen Kommission und bekräftigte im November 2025 sein Bekenntnis zu fairem Wettbewerb.

Zum nächsten Fixpunkt wird der 23. April 2026: Dann stehen die Q1-Zahlen an – und damit die Chance, die Ziele für 2026 mit neuen operativen Belegen zu untermauern, insbesondere beim Cloud-Geschäft und der greifbaren Monetarisierung von KI.

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