Sanofi Aktie: CEO-Wechsel überrascht
Der französische Pharmakonzern Sanofi vollzieht einen überraschenden Führungswechsel. Wie das Unternehmen heute mitteilte, wird der Vertrag von CEO Paul Hudson nicht verlängert – nach nur sechs Jahren an der Spitze. Hudson verlässt den Konzern bereits am 17. Februar. Seine Nachfolgerin steht fest: Belén Garijo, derzeit noch Chefin des deutschen DAX-Konzerns Merck, übernimmt nach der Hauptversammlung am 29. April das Ruder.
Die Entscheidung kam für die Märkte unerwartet. Die Aktie reagierte prompt und verlor im Handelsverlauf zeitweise bis zu 5,44 Prozent auf 78,07 Euro. Zum Handelsschluss reduzierte sich das Minus auf 0,55 Prozent bei 82,11 Euro.
Erfahrene Pharma-Managerin kehrt zurück
Garijo ist keine Unbekannte bei Sanofi. Die 65-jährige Spanierin arbeitete bereits 15 Jahre für den Konzern, wo sie als Vizepräsidentin für das Pharmageschäft in Europa und Kanada tätig war. In dieser Funktion leitete sie auch die Integration der US-amerikanischen Genzyme-Sparte für seltene Erkrankungen.
Bei Merck übernahm Garijo im Mai 2021 die Konzernführung und wurde damit die erste Frau an der Spitze eines DAX-Unternehmens. Dort gehörte sie zu den bestbezahlten Vorständen im deutschen Leitindex. Ihr Vertrag endet wie geplant zum 1. Mai, dann übernimmt Kai Beckmann, aktueller Leiter der Elektroniksparte.
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Gemischte Bilanz wirft Fragen auf
Die Personalie sorgt in der Branche für unterschiedliche Reaktionen. Roel Bulthuis, Managing Partner bei Syncona Limited, lobt Garijos Führungsstil: Sie habe ein regelorientiertes deutsches Unternehmen zu einer Organisation transformiert, die Führungskräfte ermutigt, eigenständig Entscheidungen zu treffen.
Kritischer äußern sich Analysten. Berenberg-Analystin Luisa Hector merkt an, Garijos Erfahrung sei zwar breit, aber nicht speziell mit Verbesserungen der Forschungsproduktivität verbunden. Jefferies stellte fest, dass Garijo vermutlich nicht auf vielen Wunschlisten als potenzielle Nachfolgerin gestanden habe – sie habe bei Merck nie das Profil früherer Spitzenmanager erreicht. Tatsächlich erlebte der deutsche Konzern unter ihrer Führung mehrere Rückschläge bei der Entwicklung neuer Medikamente.
Der Zeitpunkt des Wechsels deutet auf wachsenden Druck hin. Sanofi kämpft mit Gegenwind im US-Impfstoffgeschäft, und die seit 2019 angestrebte Neuausrichtung unter Hudson kam ins Stocken. Die Frage ist nun, ob Garijo die nötige Innovationskraft mitbringt, um den Konzern wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
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