Salesforce Aktie: Unter Druck
Salesforce rutscht zum Wochenschluss deutlich ab – und das, obwohl der Gesamtmarkt stabil bleibt. Der Rücksetzer trifft einen bereits geschwächten Software-Titel, der seit Monaten hinter seinen früheren Höchstständen zurückbleibt. Im Mittelpunkt stehen Zweifel an der Bewertung des Sektors und die Frage, wie viel Wachstumsfantasie der Markt der Aktie aktuell noch zugesteht.
Deutlicher Rückgang trotz stabilem Markt
Am Freitag verlor die Salesforce-Aktie rund 4 % und schloss bei 254,37 US‑Dollar. Damit entwickelte sich der Titel klar schwächer als der breite US‑Markt, der leicht im Plus aus dem Handel ging.
Der Druck kommt also nicht aus einem allgemeinen Abverkauf, sondern ist weitgehend aktienspezifisch – verstärkt durch überdurchschnittlich hohe Umsätze. Im englischen Ausgangsbericht wird von deutlich erhöhtem Handelsvolumen gesprochen, was auf aktives Umschichten und Gewinnmitnahmen hindeutet.
Charttechnisch wirkt der Rückgang in einen bereits angespannten Kontext hinein. Die Aktie liegt rund 26 % unter ihrem 52‑Wochen-Hoch von 345 US‑Dollar, zugleich aber etwa 30 % über dem Tief der vergangenen zwölf Monate. Der Kurs notiert klar über den 50‑, 100‑ und 200‑Tage-Durchschnitten, was auf eine vorherige starke Rally hindeutet. Mit einem RSI von 69,6 bewegt sich der Titel zudem nahe an der Schwelle zum überkauften Bereich – ein Umfeld, in dem Rücksetzer schneller und kräftiger ausfallen können.
Sektor-Schwäche belastet zusätzlich
Die Schwäche ist kein isoliertes Salesforce-Problem, sondern Teil eines breiteren Musters im Unternehmenssoftware-Sektor. Im Ursprungstext werden ServiceNow und Workday als Beispiele genannt, die in derselben Sitzung ebenfalls mehrere Prozent verloren haben. Anleger ziehen offenbar Kapital aus großen Softwarewerten ab.
Treiber dieser Rotation sind vor allem:
- Bewertungssorgen: Nach einem starken Anstieg vieler Softwaretitel nehmen Investoren Gewinne mit. Hohe Multiples werden kritischer gesehen.
- Wachstumstempo: Der Markt hinterfragt, ob das bisherige Wachstum im Enterprise-Software-Bereich im gleichen Tempo weitergehen kann.
- Sektor-Sentiment: Eine allgemein skeptischere Haltung gegenüber „teuren“ Technologie- und Softwarewerten sorgt für zusätzlichen Druck.
Für Salesforce kommt erschwerend hinzu, dass die Aktie auf 12‑Monats-Sicht rund 21 % im Minus liegt. Das zeigt: Der aktuelle Rückgang ist Teil eines länger anhaltenden Abwärtstrends, der trotz grundsätzlich solider operativer Entwicklung nicht durchbrochen wurde.
Ausblick: Zahlen und Dividende im Fokus
Fundamental gibt sich das Management weiter vergleichsweise klar. Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 stellt Salesforce einen Gewinn je Aktie (EPS) zwischen 3,02 und 3,04 US‑Dollar in Aussicht. Diese Spanne signalisiert, dass der Konzern mit stabiler Profitabilität rechnet, auch wenn der Markt kurzfristig anderes spielt.
Hinzu kommt eine konkrete Kapitalmaßnahme: Am Donnerstag, den 8. Januar 2026, zahlt das Unternehmen eine Quartalsdividende von 0,416 US‑Dollar je Aktie aus. Für viele Investoren in einem Wachstumswert wie Salesforce bleibt die Ausschüttung zwar eher ein Bonus als ein Hauptargument, sie unterstreicht aber, dass der Konzern planmäßig Cash an die Aktionäre zurückgibt.
Bewertung, Analysten und Technik
Laut Ausgangsbericht liegt das aktuelle Kursniveau unter dem durchschnittlichen Analystenkursziel von rund 326 US‑Dollar. Aus Bewertungssicht erscheint die Aktie damit günstiger als noch vor einigen Monaten, auch wenn die Einschätzungen zum weiteren Kursverlauf auseinandergehen. Große Research-Häuser wie Zacks sehen den Wert derzeit eher neutral („Hold“) – ein Spiegelbild der Spannung zwischen langfristigem KI‑ und Cloud-Potenzial einerseits und der momentanen Skepsis gegenüber hoch bewerteten Softwarewerten andererseits.
Aus technischer Sicht ist der Bruch wichtiger Unterstützungszonen ein Problem. Im Originaltext wird insbesondere das Unterschreiten der Marke um 260 US‑Dollar hervorgehoben. Dieser Rückfall deutet darauf hin, dass weitere Tiefs getestet werden könnten, falls es in den kommenden Sitzungen nicht rasch zu einer Gegenbewegung kommt.
Im Ergebnis steht Salesforce damit an einem kritischen Punkt: Fundamentale Ziele und bestätigte Dividende sprechen für Stabilität, doch das schwache Sektor-Sentiment, der Rückgang seit dem Rekordhoch und der technische Bruch zentraler Marken halten den Druck auf die Aktie kurz- bis mittelfristig hoch.
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