Salesforce hat dieser Tage gleich auf zwei Fronten zu tun: Ein Sicherheitsvorfall sorgt für Aufmerksamkeit, während das Unternehmen gleichzeitig sein Partnernetzwerk für das KI-Zeitalter neu aufstellt. Beide Entwicklungen werfen ein Schlaglicht darauf, wie ernst Salesforce die Durchsetzung seiner KI-Plattform Agentforce nimmt.

Sicherheitsvorfall ohne Plattform-Lücke

Die Hackergruppe ShinyHunters behauptet, Daten von rund 100 Organisationen abgezogen zu haben, die Salesforce-Dienste nutzen. Laut Berichten des Fachmediums The Register nutzten die Angreifer eine modifizierte Version eines Scan-Tools, um öffentlich zugängliche Experience-Cloud-Seiten mit falsch konfigurierten Gastnutzerprofilen aufzuspüren.

Salesforce betont, dass keine grundlegende Sicherheitslücke in der eigenen Plattform vorliegt. Die Datenexposition sei auf fehlerhafte Berechtigungseinstellungen auf Kundenseite zurückzuführen. Das Unternehmen ruft betroffene Kunden dazu auf, ihre Konfigurationen zu prüfen – ein Hinweis darauf, dass die Verantwortung hier klar beim jeweiligen Betreiber gesehen wird.

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Partnerprogramm wird radikal vereinfacht

Parallel dazu krempelt Salesforce sein globales Partnerprogramm grundlegend um. Das bisherige Vier-Stufen-Modell weicht einem schlanken Zwei-Stufen-System aus den Kategorien „Select" und „Summit". Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Zertifizierungsbadges von 170 auf 28 Kernkompetenzen.

Das Ziel ist klar: Das neue Modell soll Partner herausfiltern, die tiefes Fachwissen rund um sichere KI-Implementierungen mitbringen – speziell für Agentforce und das Breeze-AI-System. Generalisten werden so zugunsten spezialisierter Berater zurückgedrängt.

Agentforce wächst rasant

Finanziell zeigt Agentforce unterdessen starke Zugkraft. Im jüngsten Quartal erreichte die Plattform einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 800 Millionen US-Dollar – ein Anstieg von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für Salesforce ist das ein wichtiges Argument: Hohe Wechselkosten und etablierte Datenvorteile sichern die Marktstellung gegenüber Wettbewerbern.

Die Salesforce-Aktie notiert aktuell rund 21 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Ob die Dynamik bei Agentforce ausreicht, um den Kurs mittelfristig zu stützen, hängt wesentlich davon ab, wie schnell das neu strukturierte Partnernetzwerk konkrete Abschlüsse liefert.

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