Künstliche Intelligenz schürt an der Börse gerade zwei gegensätzliche Erwartungen: mehr Produktivität – und weniger Jobs. Salesforce-Chef Marc Benioff stellt sich nun klar gegen die Erzählung, dass KI zwangsläufig Massenentlassungen auslöst. Seine Botschaft: Viele Kürzungen seien eher hausgemacht als technologisch erzwungen.

Benioff widerspricht dem „KI-kürzt-Jobs“-Narrativ

Auslöser für die Debatte war diese Woche unter anderem die Nachricht von Block, rund 4.000 Stellen zu streichen – etwa 40% der Belegschaft. Der Markt honorierte das bei Block mit einem kräftigen Kursplus. Benioff bremst solche Schlussfolgerungen jedoch: Solche Schritte seien vor allem Ausdruck unternehmensspezifischer Probleme und nicht automatisch ein Beleg dafür, dass KI gerade ganze Branchenbelegschaften ersetzt.

Zur Einordnung verweist er auch auf die Entwicklung bei Block selbst: Die Mitarbeiterzahl sei von rund 4.000 im Jahr 2019 auf fast 13.000 Ende 2023 gestiegen. Für Benioff deutet das eher auf eine Korrektur nach starkem Aufbau hin – nicht auf eine neue KI-Regel, nach der Belegschaften strukturell schrumpfen müssen.

Salesforce hat zwar ebenfalls angepasst. Das Unternehmen reduzierte zuvor seinen Support-Bereich um etwa 4.000 Stellen und strich im Februar 2026 weitere – allerdings weniger als 1.000 Rollen. Benioff positioniert KI dabei weiterhin als Produktivitätshebel, nicht als Hauptargument für großflächigen Personalabbau.

Agentforce soll Produktivität liefern – nicht Köpfe ersetzen

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Parallel treibt Salesforce den Ausbau im generativen KI-Geschäft voran. Im jüngsten Quartalsbericht (Q4 Geschäftsjahr 2026) meldete das Management, dass die Plattform „Agentforce“ inzwischen 800 Mio. US-Dollar an jährlich wiederkehrendem Umsatz (ARR) erreicht hat. Dahinter steht der Trend, autonome KI-Agenten in Kundenservice- und Vertriebsabläufe einzubetten.

Wichtig ist dabei der strategische Rahmen: Salesforce will KI direkt tiefer in die CRM-Kernplattform integrieren – etwa für automatisierten Support oder Content-Erstellung. Der Anspruch lautet, die Effizienz der Nutzer im Cloud-Ökosystem zu erhöhen, ohne dafür zwingend große Teile der eigenen Engineering-Teams abzubauen.

Zahlen, Stimmung, Kapitalrückfluss

Der KI-Fokus trifft auf einen Markt, der zwischen Euphorie und Skepsis schwankt. Operativ lieferte Salesforce zuletzt handfeste Argumente: Das Unternehmen berichtete einen Quartalsumsatz auf Rekordniveau von 11,2 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 12% gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich wurde ein Aktienrückkaufprogramm über 50 Mrd. US-Dollar angekündigt, um Kapital an Aktionäre zurückzugeben.

An der Börse bleibt die Lage dennoch gemischt: Auf Sicht von 12 Monaten liegt die Aktie deutlich im Minus (‑34,35%), zuletzt ging es jedoch in den vergangenen sieben Tagen spürbar nach oben (+5,60%). Benioffs Linie wirkt dabei wie der Versuch, die KI-Debatte zu erden: weniger Angst vor Job-Kahlschlag – mehr Fokus darauf, wie KI die Leistung bestehender Teams messbar steigern soll.

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