Salesforce baut sein KI-Geschäft systematisch aus – und setzt dabei auf öffentlichkeitswirksame Partnerschaften. Anfang März 2026 präsentiert der CRM-Riese einen neuen Agentforce-Einsatz bei der Formel 1, während intern die Finanzführung umstrukturiert wird. Das alles vor dem Hintergrund rekordverdächtiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2026 – doch die Aktie bleibt unter Druck.

KI-Agent für 827 Millionen Formel-1-Fans

Am 3. März kündigten Salesforce und die Formel 1 einen KI-gestützten Fan-Begleiter an, der auf der Plattform Agentforce basiert. Der Agent soll auf F1.com verfügbar sein und Fans rund um die Uhr bei technischen Fragen zu den neuen Regeln für 2026 unterstützen – eine Zielgruppe von weltweit 827 Millionen Menschen.

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Die Partnerschaft ist keine neue Erfindung. Bereits jetzt bearbeitet Agentforce 80 Prozent der Routine-Anfragen innerhalb von vier Stunden und verkürzt die Antwortzeiten im Kundendienst um 80 Prozent. Im Marketing steigerte die KI-Integration die Klickraten um 22 Prozent. Mit Data 360 werden über 100 Datenquellen zu einheitlichen Fan-Profilen zusammengeführt – ein konkreter Anwendungsfall für die Agentforce-Technologie.

Die erweiterte Vereinbarung umfasst zudem eine stärkere Präsenz an der Rennstrecke und den Status als offizieller Partner beim Großen Preis von Las Vegas.

Finanzführung wird neu aufgestellt

Parallel dazu gab Salesforce am 6. März bekannt, dass Robin Washington ab dem 9. März zusätzlich die Rolle des Principal Accounting Officer übernimmt. Ihre Vergütung bleibt unverändert, ebenso ihre bisherigen Aufgaben. Sundeep Reddy bleibt weiterhin Chief Accounting Officer – eine Doppelstruktur, die auf interne Konsolidierung hindeutet.

Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2026

Die beiden Entwicklungen fügen sich in ein starkes Gesamtbild: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erzielte Salesforce einen Umsatz von 41,5 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 10 Prozent. Der Free Cashflow kletterte um 16 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar.

Besonders dynamisch entwickelt sich das Agentforce-Geschäft: Der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) erreichte 800 Millionen Dollar, ein Anstieg um 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der abgeschlossenen Deals wuchs im letzten Quartal um 50 Prozent auf 29.000.

Die Dividende steigt um 5,8 Prozent auf 0,44 Dollar je Aktie, zahlbar am 23. April an Aktionäre mit Stichtag 9. April. Für das laufende Geschäftsjahr 2027 peilt Salesforce Erlöse zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar an – ein erwartetes Wachstum von 10 bis 11 Prozent. In der zweiten Jahreshälfte soll sich das organische Wachstum beschleunigen.

Dominanz mit Luft nach oben

Trotz der operativen Stärke bleibt die Aktie volatil. Mit einem Kursniveau nahe dem unteren Ende der 52-Wochen-Spanne von 174,57 bis 296,05 Dollar zeigt sich der Markt abwartend. Ein entscheidender Faktor: Salesforce kontrolliert zwar etwa 30 Prozent des fragmentierten CRM-Marktes, der jährlich um etwa 10 Prozent wächst – doch mit zunehmender Größe wird es schwieriger, schneller als die Endmärkte zu expandieren.

Die kommenden Quartale werden zeigen, ob sich das rasante Wachstum bei Agentforce-Deals in beschleunigte Umsatzdynamik übersetzt. Die Formel-1-Partnerschaft dient dabei als Schaufenster für Großkunden, die agentenbasierte KI im Enterprise-Maßstab evaluieren.

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