Salesforce Aktie: Rekordgewinn, Rabattkurs
Rekordergebnisse auf der einen Seite, ein Aktienkurs weit unter dem Jahreshoch auf der anderen. Diese Lücke zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung treibt Analysten und Investoren gleichermaßen um — und eine wachsende Zahl großer Banken kommt zu dem Schluss, dass der Ausverkauf zu weit gegangen ist.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Salesforce einen Umsatz von 11,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch deutlicher fiel der Gewinn aus: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,81 Dollar — und damit erheblich über den Konsenserwartungen von 3,05 Dollar. Für das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 41,5 Milliarden Dollar.
Trotzdem notiert die Aktie aktuell rund 37 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Der Grund liegt weniger im Unternehmen selbst als in einem sektorweiten Ausverkauf.
Die "SaaSpocalypse" und ihre Folgen
Seit Anfang Februar 2026 stehen Enterprise-Software-Aktien massiv unter Druck. Auslöser war der Launch von Anthropics Claude Cowork, der Sorgen schürte, KI-Agenten könnten klassische SaaS-Geschäftsmodelle — die auf Lizenzen pro Mitarbeiter basieren — langfristig überflüssig machen. Händler bei Jefferies prägten dafür den Begriff "SaaSpocalypse". Allein in diesem Zuge wurden schätzungsweise eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung im Softwaresektor vernichtet.
Salesforce verlor vom Dezember-Hoch 2024 bis zum Tiefpunkt rund 45 Prozent.
Agentforce liefert erste Belege
Genau hier setzt das Gegenargument an. Salesforces KI-Plattform Agentforce erzielte zuletzt einen annualisierten Umsatz von 800 Millionen Dollar — ein Anstieg von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit Data 360 überstieg der kombinierte ARR 2,9 Milliarden Dollar, ein Plus von über 200 Prozent. Mehr als 60 Prozent der Agentforce-Abschlüsse kamen von Bestandskunden, was zeigt, dass die Plattform erfolgreich in bestehende Kundenbeziehungen integriert wird.
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, mit einer Wachstumsbeschleunigung im zweiten Halbjahr. Das langfristige Umsatzziel für 2030 wurde auf 63 Milliarden Dollar angehoben.
Banken zweifeln am Ausverkauf
Deutsche Bank formulierte es in einer Strategienote ungewohnt direkt: Nach Gesprächen mit Experten, Generalisten und mehreren KI-Systemen habe man kein einziges Softwareunternehmen gefunden, das für 2026 einen negativen Umsatzeffekt durch KI erwarte. Das Fazit der Bank: Die Disruptions-Sorgen hätten ihren Höhepunkt erreicht. HSBC schloss sich an, bezeichnete die aktuelle Bewertung als historisch günstig und hält an einer Kaufempfehlung fest.
Von den 35 Analysten, die die Aktie abdecken, lautet der Konsens ebenfalls "Kaufen" — mit einem durchschnittlichen Kursziel von 279,74 Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von über 43 Prozent entspricht. Ob Agentforce im zweiten Halbjahr tatsächlich die versprochene Umsatzbeschleunigung liefert, wird der entscheidende Test für diese Einschätzung sein.
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