Gold: Fehlender Auftrieb?
Der Iran-Krieg sollte eigentlich die Nachfrage nach sicheren Häfen befeuern. Stattdessen verliert Gold seit dem Beginn der US-israelischen Militäraktionen am 28. Februar kontinuierlich an Boden – heute zum zehnten Mal in Folge.
Verantwortlich dafür ist vor allem ein Mechanismus, der Goldanlegern bekannt sein dürfte: Steigende Anleiherenditen machen das zinslose Edelmetall schlicht unattraktiver. Erschwerend kommt hinzu, dass der Krieg die Inflation antreiben könnte – und damit die Erwartungen an die US-Notenbank dreht. Das CME FedWatch-Tool zeigt aktuell eine Wahrscheinlichkeit von fast 28 Prozent für höhere Leitzinsen bis Jahresende 2026. Zinssenkungen hingegen gelten nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von sechs Prozent als realistisch.
Dollar schlägt Gold
In diesem Umfeld gibt der Dollar den Takt vor. Als Weltreservewährung und gleichzeitig als Profiteur hoher US-Energieproduktion zieht er in geopolitischen Stresszeiten mehr Kapital an als das gelbe Metall. Seit Kriegsbeginn ist der Goldpreis um rund 18 Prozent eingebrochen, während der Dollarindex lediglich ein Prozent zulegte.
Am frühen Dienstagmorgen rutschte der meistgehandelte Gold-Future auf 4.389 Dollar je Feinunze – ein Minus von rund 18 Dollar gegenüber dem Vortag. Am Nachmittag legte das Metall dann leicht auf 4.424 Dollar zu.
Entspannung? Noch nicht in Sicht
Die geopolitische Lage bleibt das zentrale Fragezeichen. Trump stellte zuletzt ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Konflikts in Aussicht und verschob angedrohte Angriffe auf iranische Kraftwerke um fünf Tage. Doch Teheran dementiert, dass überhaupt Gespräche stattgefunden hätten – während die Angriffe weitergehen und Washington zusätzliche Truppen in die Region verlegt.
Solange die Straße von Hormus unter Druck bleibt und keine konkreten Verhandlungssignale kommen, dürfte die Risikoprämie an den Rohstoffmärkten hoch bleiben. Für Gold bedeutet das ein schwieriges Umfeld: Inflationsschutz hin oder her – gegen einen erstarkenden Dollar und steigende Zinsfantasien hat das Metall gerade wenig entgegenzusetzen.
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