Zwei Salesforce-Boardmitglieder haben in dieser Woche jeweils rund 500.000 US-Dollar aus eigener Tasche in Aktien des Unternehmens investiert — und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Ratingagenturen wegen steigender Verschuldung Alarm schlagen.

Rekord-Rückkauf auf Pump

Director David Kirk erwarb am 18. März 2.570 Aktien zu durchschnittlich 194,62 US-Dollar, was seinen Anteil um 23 Prozent erhöhte. Einen Tag später zog Laura Alber nach und kaufte 2.571 Aktien zum ähnlichen Preis — ein Plus von knapp 37 Prozent an ihrer Position. Beide Transaktionen wurden bei der US-Börsenaufsicht SEC gemeldet.

Der Hintergrund dieser Käufe ist bemerkenswert: Salesforce hat gerade das nach eigenen Angaben größte Aktienrückkaufprogramm der Unternehmensgeschichte angestoßen. Im Rahmen von beschleunigten Rückkaufvereinbarungen mit fünf Großbanken — darunter JPMorgan und Bank of America — wurden bereits rund 103 Millionen Aktien für 25 Milliarden US-Dollar zurückgekauft. Das entspricht der Hälfte des im Februar 2026 genehmigten Gesamtprogramms von 50 Milliarden US-Dollar.

Finanziert wurde das Programm durch neue Anleihen mit Laufzeiten bis 2066 sowie einen Kredit über 6 Milliarden US-Dollar. Diese Schuldenaufnahme hat Konsequenzen: Moody's stufte Salesforce auf A2 herab, S&P Global setzte den Ausblick auf negativ. Beide Agenturen sehen in dem Schritt eine lockerere Finanzpolitik mit höherer Toleranz für Fremdkapital.

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Starkes Geschäftsjahr, schwacher Kurs

Operativ liefert Salesforce solide Zahlen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 12 Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar, für das Gesamtjahr wurden 41,5 Milliarden US-Dollar ausgewiesen — ein Plus von 10 Prozent. Das KI-Produkt Agentforce erzielte einen annualisierten Vertragswert von 800 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden US-Dollar. Eine Beschleunigung des organischen Wachstums wird für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt.

Trotzdem notiert die Aktie seit Jahresbeginn rund 22 Prozent im Minus und liegt deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte. Zusätzlich hat der Verwaltungsrat eine Quartalsdividende von 0,44 US-Dollar je Aktie beschlossen — ein Anstieg von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, zahlbar am 23. April 2026.

Die Insider-Käufe signalisieren Vertrauen ins Geschäftsmodell. Ob das neue Zinslast-Niveau mit dem freien Cashflow des Unternehmens komfortabel vereinbar ist, wird sich spätestens zeigen, wenn Salesforce die ersten Quartalszahlen des neuen Geschäftsjahres vorlegt.

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