Salesforce hat heute das größte beschleunigte Aktienrückkaufprogramm in der Unternehmensgeschichte gestartet. Mit der Erstlieferung von rund 103 Millionen Aktien setzt der Softwarekonzern ein klares Signal — und nutzt dabei den deutlichen Kursrückgang der vergangenen Monate gezielt als Einstiegsgelegenheit auf eigene Rechnung.

Das Programm im Detail

Die 103 Millionen Aktien entsprechen rund 80 Prozent der insgesamt erwarteten Rückkaufmenge und wurden im Rahmen von ASR-Vereinbarungen mit fünf Großbanken — darunter JPMorgan, Bank of America und Citibank — geliefert. Das Gesamtvolumen dieser ersten Tranche beläuft sich auf 25 Milliarden US-Dollar, die Hälfte eines vom Verwaltungsrat im Februar genehmigten 50-Milliarden-Programms. Die endgültige Abrechnung soll im dritten oder vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erfolgen, basierend auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs während der Laufzeit.

Finanziert wird der Rückkauf über eine Anleiheemission mit Laufzeiten zwischen 2028 und 2066, die netto rund 24,9 Milliarden Dollar eingebracht hat. Ergänzend sicherte sich Salesforce einen unbesicherten Kredit über sechs Milliarden Dollar zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten. Am Anleihemarkt war die Nachfrage mit einem Orderbuch von rund 36 Milliarden Dollar — etwa dem 1,4-fachen des Emissionsvolumens — eher verhalten, was Bedenken über die schuldenfinanzierte Struktur des Programms widerspiegelt.

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Starkes Geschäftsjahr als Fundament

CEO Marc Benioff begründete den aggressiven Rückkauf mit Überzeugung in die eigene Bewertung: Man kaufe Aktien zurück, weil man so zuversichtlich in die Zukunft des Unternehmens sei. Hintergrund ist ein starkes Geschäftsjahr 2026: Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar, die verbleibenden Leistungsverpflichtungen wuchsen um 14 Prozent auf 72,4 Milliarden Dollar.

Besonders die KI-Plattform Agentforce entwickelt sich zum Wachstumstreiber. Der jährlich wiederkehrende Umsatz (ARR) kletterte um 169 Prozent auf 800 Millionen Dollar, 29.000 Verträge wurden abgeschlossen — 50 Prozent mehr als im Vorquartal. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, ein Plus von zehn bis elf Prozent.

Analysten skeptisch beim organischen Wachstum

Mehr als 75 Prozent der Analysten bleiben bullish, das Konsensziel impliziert rund 30 Prozent Aufwärtspotenzial. Allerdings trübt ein Detail den Ausblick: Das kommunizierte Wachstum von zehn bis elf Prozent wird maßgeblich durch die Informatica-Übernahme gestützt. Bereinigt um diesen Effekt liegt das organische Wachstum nur noch im hohen einstelligen Bereich — eine Abschwächung, die Investoren registriert haben.

Die Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn erheblich an Wert verloren. Ob die Agentforce-Dynamik im zweiten Halbjahr 2027 die von Benioff versprochene organische Wachstumsbeschleunigung liefert, wird darüber entscheiden, ob das Vertrauen des Managements in den eigenen Titel gerechtfertigt war.

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