Salesforce hat das größte schuldenfinanzierte Aktienrückkaufprogramm seiner Geschichte gestartet. Für 25 Milliarden Dollar werden eigene Aktien zurückgekauft — finanziert durch eine Anleiheemission in gleicher Höhe. Das Manöver kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie seit Jahresbeginn rund ein Viertel ihres Wertes verloren hat.

Die Struktur des Deals

Am 11. März 2026 schloss Salesforce sogenannte Accelerated Share Repurchase Agreements mit mehreren Großbanken ab, darunter Bank of America, JPMorgan Chase und Morgan Stanley. Die Zahlung von 25 Milliarden Dollar erfolgt am 16. März, wobei zunächst rund 80 Prozent der Gesamtaktien ausgeliefert werden. Die endgültige Stückzahl hängt vom volumengewichteten Durchschnittskurs während der Laufzeit ab.

Zur Finanzierung emittierte Salesforce Anleihen in acht Tranchen mit Kupons zwischen 4,5 und 6,7 Prozent — die früheste Fälligkeit liegt 2028, die späteste 2066. Die Nachfrage blieb überschaubar: Das finale Orderbuch erreichte rund 36 Milliarden Dollar, was einem Überzeichnungsverhältnis von etwa 1,4x entspricht. Für eine Transaktion dieser Größenordnung ist das kein überwältigendes Signal. Investoren äußerten Bedenken gegenüber dem schuldenfinanzierten Rückkauf und der Frage, wie stark Softwareunternehmen von KI-Entwicklungen profitieren können.

Ergänzend sicherte sich Salesforce einen Fünfjahreskredit über 6 Milliarden Dollar zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten.

Starke Zahlen, schwaches organisches Wachstum

Den Hintergrund bildet ein Rekordjahr: Im Geschäftsjahr 2026 erzielte Salesforce einen Umsatz von 41,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow stieg um 16 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar — eine solide Basis für das ambitionierte Rückkaufprogramm.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Salesforce?

Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 10 bis 11 Prozent entspricht. Allerdings stecken darin rund drei Prozentpunkte aus der Informatica-Akquisition. Das organische Wachstum fällt damit in den hohen einstelligen Bereich — eine Schwelle, die wachstumsorientierte Investoren ungern unterschritten sehen.

Hoffnungsträger bleibt Agentforce, Salesforces KI-Plattform: Der wiederkehrende Jahresumsatz (ARR) erreichte 800 Millionen Dollar, ein Anstieg von 169 Prozent gegenüber dem Vorjahr, mit 29.000 abgeschlossenen Deals.

Was Analysten sagen

Mehr als 75 Prozent der Analysten bleiben bullish, mit einem Konsenskursziel von 257,50 Dollar — das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent gegenüber dem Stand vom 9. März. Die Einzelmeinungen divergieren jedoch: DA Davidson senkte sein Kursziel von 235 auf 200 Dollar, Mizuho reduzierte von 280 auf 265 Dollar, BMO Capital von 235 auf 225 Dollar. Citi erhöhte leicht von 197 auf 200 Dollar.

Mit aktuell rund 168 Euro notiert die Aktie deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt und hat seit Jahresbeginn mehr als 22 Prozent verloren.

Der eigentliche Test für die Strategie kommt in der zweiten Jahreshälfte 2027: Salesforce muss bis dahin belegen, dass Agentforce echten Umsatz generiert — und nicht nur Schlagzeilen.

Anzeige

Salesforce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Salesforce-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:

Die neusten Salesforce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Salesforce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Salesforce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...