Der Software-Konzern Salesforce greift zu einer enormen Kapitalmaßnahme, um den eigenen Aktienkurs zu stützen. Mit einer gigantischen Anleiheemission über 25 Milliarden US-Dollar finanziert das Unternehmen einen massiven Aktienrückkauf, der bereits am kommenden Montag anläuft. Dieser Schritt zur Kapitalrückgabe erfolgt zu einer Zeit, in der fundamentale Ängste vor künstlicher Intelligenz das traditionelle Geschäftsmodell bedrohen.

Schulden für Aktionäre

Am heutigen Freitag schließt der Konzern den Verkauf der Anleihen ab. Die Papiere sind in acht Tranchen unterteilt und laufen bis ins Jahr 2066. Bereits am 16. März fließen diese Mittel über Vereinbarungen mit mehreren Großbanken in ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm. Die Nachfrage am Anleihemarkt blieb verhalten. Das Orderbuch war mit 36 Milliarden US-Dollar lediglich 1,4-fach überzeichnet. Investoren sehen die fremdfinanzierte Stützungskauf-Strategie offenbar mit einer gewissen Skepsis, da sie die Schuldenlast des Unternehmens deutlich erhöht.

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KI-Sorgen bremsen das Wachstum

Der Hintergrund dieser aggressiven Kapitalallokation ist ein spürbarer Vertrauensverlust an der Börse. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 20,8 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 171,42 Euro. Hauptgrund für die Zurückhaltung der Anleger ist die Sorge, dass künstliche Intelligenz das klassische, auf Nutzerlizenzen basierende Software-as-a-Service-Modell stören könnte.

Zwar wuchs der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 um zehn Prozent auf 41,5 Milliarden US-Dollar. Rechnet man jedoch die jüngste Übernahme des Datenmanagementspezialisten Informatica heraus, rutscht das organische Wachstum in den einstelligen Prozentbereich. Die neue KI-Plattform Agentforce verzeichnete mit 800 Millionen US-Dollar zwar ein starkes Umsatzplus, kann die wegbrechenden klassischen Lizenzeinnahmen aber noch nicht vollständig kompensieren.

Dividende und Ausblick

Um die Investoren zusätzlich bei Laune zu halten, hebt der Vorstand parallel die Quartalsdividende um 5,8 Prozent auf 0,44 US-Dollar je Aktie an. Das Management rechnet für die zweite Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2027 wieder mit einer Beschleunigung des organischen Wachstums. Die Integration von Informatica soll dabei helfen, neue Kundenbudgets zu erschließen. Mit dem Abschluss der Anleiheemission und dem direkten Start der Aktienkäufe am Montag setzt die Führungsebene ein klares Signal für die Priorisierung von Kapitalrückgaben während der laufenden Transformation zu einer KI-zentrierten Plattform.

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