PayPal Aktie: Wankende Stütze?
PayPal steckt in einer der schwierigsten Phasen seiner jüngeren Geschichte. Auf einen verheerenden Quartalsbericht folgte ein Kurssturz von über 20 Prozent an einem einzigen Tag — und nun häufen sich die Klagen von Aktionären.
Klagewelle nach dem Kurseinbruch
Am 3. Februar 2026 brach die PayPal-Aktie von 52,33 auf 41,70 Dollar ein. Auslöser war ein enttäuschender Q4-Bericht: Der Umsatz von 8,68 Milliarden Dollar verfehlte die Analystenerwartungen ebenso wie der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,23 Dollar — erwartet worden waren 1,28 Dollar. Der Einbruch vernichtete über 9 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung.
Besonders alarmierend: Das Wachstum beim zentralen Produkt, dem markeneigenen Online-Checkout, verlangsamte sich im vierten Quartal auf nur noch 1 Prozent — nach 6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nannte das Unternehmen Schwäche im US-Einzelhandel, internationalen Gegenwind und anspruchsvollere Vergleichsbasis. Gleichzeitig zog PayPal seine Finanzziele für 2027 zurück.
Inzwischen haben mehrere Anwaltskanzleien Sammelklagen eingereicht. Robbins Geller Rudman & Dowd sowie Kessler Topaz Meltzer & Check werfen dem Unternehmen vor, Anleger mit irreführenden Aussagen zur Umsatzentwicklung getäuscht und Risiken durch Saisonalität sowie makroökonomische Schwankungen verschwiegen zu haben. Betroffene Aktionäre haben bis zum 20. April 2026 Zeit, sich als Hauptkläger zu melden.
Neuer Chef, vorsichtige Analysten
Parallel zum Kurseinbruch vollzog PayPal einen Führungswechsel. CEO Alex Chriss wurde abgelöst; seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores, zuvor Chef von HP, das Unternehmen. Der Wechsel kam zusammen mit einem schwachen Gewinnausblick für 2026 — kein günstiger Einstand.
Die Analystengemeinschaft reagiert zurückhaltend. BofA-Analyst Matthew O'Neill nahm die Abdeckung am 5. März mit einem neutralen Rating und einem Kursziel von 48 Dollar wieder auf. Canaccord Genuity bestätigte ebenfalls ein Hold-Rating, kappte das Kursziel jedoch drastisch von 100 auf 42 Dollar — eine Reaktion auf die verschlechterte Wettbewerbsposition und die gedämpften Ertragserwartungen.
Strategische Weichenstellungen
Trotz des Gegenwinds versucht PayPal, sich neu zu positionieren. Das Unternehmen ist Teil des neuen Crypto Partner Program von Mastercard, das Blockchain-Technologie mit bestehender Zahlungsinfrastruktur verknüpft. Zudem kündigte PayPal gemeinsam mit Sabre und Mindtrip eine KI-gestützte Reisebuchungsplattform an, die im zweiten Quartal 2026 starten soll. Auch eine Partnerschaft mit OpenAI ist geplant: PayPal soll künftig Checkout-Funktionen direkt in ChatGPT ermöglichen.
Ob diese Initiativen das schwächelnde Kerngeschäft stabilisieren können, wird sich zeigen, wenn Lores erste konkrete Ergebnisse vorlegt. Der Kurs notiert aktuell rund 27 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — der Abstand zur Erholung ist erheblich.
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